Sicherheit für 27 Millionen Flugpassagiere

Zürichs Tor zur Welt: der Flughafen in Kloten. 27,5 Millionen Passagiere, fast 270'000 Flugbewegungen im Jahr. 313'000 Tonnen Luftfracht, davon 32'000 allein Postendungen: Es sind gewaltige Zahlen. Dies alles will geschützt sein, von der Flughafen-Feuerwehr. In zwei Gruppen (21. und 28. Oktober) besuchte der Gewerbeverein den grössten der drei Stützpunkte auf dem Areal.

 

Erster Flughafen in der Region war, ab 1909, Dübendorf. 1919 bezog die Swissair-Vorgängerin Ad Astra Aero dort ihre Basis, 1932 erfolgte die Umbenennung in Swissair. Mitten im Zweiten Weltkrieg entspann sich eine harte Auseinandersetzung, wo ein Landesflughafen gebaut werden soll. Klotens Konkurrent war das bernische Utzenstorf. 1945 erhielt Zürich den Zuschlag. Baubeginn war 1946, das erste Flugzeug auf der ersten Piste (10/28) landete 1948. Wurden 1950 noch 160'000 Passagiere gezählt, hatte man 1960 bereits die 1-Million-Marke überschritten.

Über 1200 Einsätze

2016 gab es im Schnitt 75'000 Passagiere und 735 Flugbewegungen täglich. Da liegt Gefahr in der Luft: Kollissionen auf dem Rollfeld, auslaufendes Oel oder Kerosin, schlimmstenfalls bei An- oder Abflug ein Absturz. Deshalb: Zum Glück gibt es die Flughafenfeuerwehr. Im Jahr leistet sie über 1200 Einsätze, mit 118 Mitarbeitenden, rund um die Uhr.

Das Flughafenareal umfasst rund 800 Hektaren Land mit einem Umfang von rund 18 Kilometern. Vorgeschrieben ist eine Interventionszeit bei Flugzeugereignissen auf dem befestigten Pisten- und Rollwegsystem bei optimalen Bedingungen von maximal 3 Minuten vor. Um diese Vorschrift einhalten zu können sind die Flugfeldlöschfahrzeuge auf drei Standorte verteilt.

Sämtliche Einsätze werden von der Hauptwache aus koordiniert und abgedeckt. Die Einsatzleitung sowie die einsatzrelevanten Interventionseinheiten rücken von dort aus. Im Gebäude befinden sich die Fahrzeughalle, der Sportbereich sowie die Ruhe- und Aufenthaltsräume. Die Werkstätten der Berufsfeuerwehr befinden sich im angrenzenden Gebäude bei der Hauptwache. Der eigenständige Rettungsdienst ist unmittelbar neben den Feuerwehr-Gebäuden untergebracht.

Zwei Aussenstellen

Um die vorgeschriebene Interventionszeit einzuhalten, werden auf dem Flughafenareal zwei Satelliten betrieben. Der Standort Satellit Nord liegt im nördlichen Teil des Flughafenareals in der Nähe der Meteo-Station und ist mit einer 4-köpfigen Mannschaft und zwei Flugfeldlöschfahrzeugen ausgerüstet. Diese Interventionseinheit kann aufgrund ihrer strategischen Ausgangslage am schnellsten vor Ort sein, wenn sich Flugzeugereignisse auf der Piste 14/32 und Piste 16 sowie auf der Kreuzung der Piste 28 ereignen. Die Präsenzzeit im Satellit Nord gilt von der ersten bis zur letzten normalen Flugbewegung. Für ausserordentliche Not – und Sonderflüge während der Nachtruhe (zum Beispiel für Rega, Vermessungsflüge) kann die Präsenzzeit entsprechend angepasst werden.

Der Standort Satellit A liegt beim Flughafendock A im südlichen Teil des Flughafenareals und ist mit einer 2-köpfigen Mannschaft und einem Flugfeldlöschfahrzeug ausgerüstet. Diese Interventionseinheit ist aufgrund ihrer strategisch zentralen Ausgangslage an allen Einsätzen im Nord- und Südteil des Flughafens beteiligt.

Auch Zürich-Nord wird abgedeckt

Die BerufsfeuerwehrFlughafen ist auf dem Flughafen 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr für die feuerwehrtechnische Sicherheit zuständig und interveniert im Einsatzfall im flugzeug- wie auch gebäudeseitigen Bereich. Für die flugzeugspezifischen Aufgaben ist die Berufsfeuerwehr Flughafen mit 6 modernen Flugfeld-Löschfahrzeugen ausgerüstet. Zusammen mit der Milizfeuerwehr Kompanie Nord bewältigt sie auch sämtliche Ersteinsätze im nördlichen Teil der Stadt Zürich.

Im Bedarfsfall und im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt die Berufsfeuerwehr Flughafen auch die umliegenden Gemeinden bei schwerwiegenden Einsätzen. Bei Flugzeugereignissen unterstützt sie sämtliche Gebiete des Kantons Zürich.

Rund drei Stunden dauerte die hochinteressante Führung. Nach einem kleinen Apéro dislozierte man ins Runway-Restaurant in Glattbrugg.

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