Wenn der Holzweg der richtige Weg ist

Unser Jahresausflug ist an Höhepunkten immer reich: Da ist die Reise an sich. Sie führt jedes Mal in einen anderen Schweizer Kanton. Diesmal nach St. Gallen. Zuerst nach Gossau zum Riesenbetrieb von Blumer-Lehmann Holzbau. Und dann in den Kantonshauptort, der unter vielem anderem die weltberühmte Stiftsbibliothek beherbergt.

Hätte man keine OL-Karte oder einen sachkundigen Führer wie wir: Man würde sich auf dem Blumer-Lehmann-Areal Erlenhof etwas ausserhalb von Gossau fürchterlich verlaufen. Es ist einfach schlichtweg riesig, 900 Meter lang und 400 Meter breit. Und man darf nicht nur von einer Firma sprechen. Es ist ein weit verzweigtes Unternehmen mit über 250 Mitarbeitenden, organisiert in die Betriebe Blumer-Lehmann AG, Lehmann Holzwerk AG, Lehmann Pellets AG, Lehmann Energie AG und der BL Silobau AG. Die Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1875, als die Sägerei Lehmann gegründet wurde. Heute ist bereits die fünfte Generation am Ruder, mit Katharina Lehmann als Präsidentin des Verwaltungsrates.

Zu unserem «Guide»: Richard Jussel ist Geschäftsleiter der Blumer-Lehmann AG, ein Mann von stattlicher Statur. Die Vermutung: Schwinger? «Ja – und Steinstosser.» Auch Langnau ist ihm ein Begriff. Oft hat er sich mit «unserem» Ernst Frieden «gematcht», er, der in der Ewigen Rangliste der Schweizer Meisterschaften mit seinen fünf Goldmedaillen und je einer aus Silber und Bronze nach wie vor unter den besten Zehn klassiert ist. Zu den Kunden in der Region zählt unter anderen die Stiftung Tanne mit ihrem Neubau, «und unser Holz», so Jussel, «kommt auch aus dem Sihlwald».

Die Tätigkeiten von Blumer-Lehmann sind dermassen vielfältig, das man ein Buch damit füllen könnte. Stichworte müssen genügen: Holzbau, Modulbau, Generalunternehmen und Free forms (Blumer-Lehmann AG); Holzwerk, Pellets und Energie (Lehmann Holzwerk AG, Lehmann Pellets AG und Lehmann Energie AG); Silo- und Anlagenbau (BL Silobau AG und Blumer-Lehmann GmbH).

Die weltberühmte Stiftsbibliothek

St. Gallen: 80'000 Einwohner, lebend auf durchschnittlich 700 Meter über Meer – und damit eine der höchstgelegenen Städte der Schweiz.Nur zu oft weht ein kräftiger Wind – die Bewohner nehmen es mit Humor: «Wir haben sechs Monate Winter und den Rest des Jahres ist es kalt!» Die Ursprünge gehen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Sie entstand als Siedlung um das etwa 720 auf dem Gebiet einer Einsiedelei gegründete Kloster St. Gallen und wuchs im 10. Jahrhundert langsam zu einer Stadt heran.

Wahrzeichen der Stadt ist die Stiftskirche St. Gallus und Othmar, heute auch Kathedrale des Bistums St. Gallen. Sie wurde 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben und gilt als eine der letzten sakralen Monumentalbauten des Spätbarocks. Untrennbar mit der Kirche verbunden ist die Stiftsbibliothek als Teil des ehemaligen Benediktinerstifts St. Gallen. Die spätestens 719 gegründete Stiftsbibliothek St. Gallen gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt. Sie besitzt 2100 Handschriften, 1650 Inkunabeln (Druckwerke bis 1500) und Frühdrucke (gedruckt zwischen 1501 und 1520) sowie etwa 160'000 Bücher.

Ein Jahresausflug wäre kein Jahresausflug, wenn nicht neben all dem, was wir sehen, nicht wir selbst Platz hätten. Platz für das branchenübergreifende Gespräch, die Witzeleien, das Lob an die Organisatoren, «unseren» Fankhauser-Car-Superpilot Dani – Jahresausflug eben.

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