Berichte 2018

Die Versicherung ist auch eine Schreinerei

Doppelpack beim Gewerbeapéro: Die 54. Auflage bestritten Markus Vorburger von der Basler Versicherungen und Roman Ehrbar mit seiner Innopra Schreinerei AG, an der Sihlwaldstrasse 10 gelegen, miteinander.

Über 40 Personen liessen sich diesen Abend nicht entgehen. Ein Umstand, der den Präsidenten Heinz Gresser besonders freute: «Datum und Zeit hatten grosse Konkurrenz. Ein WM-Viertelfinal im Eishockey mit Schweizer Beteiligung, wichtige Gewerbeanlässe sowohl im Bezirk wie im Kanton: Danke, dass ihr gekommen seid!»

In Glarus gegründet

Anders als der Name vermuten lässt, ist die Basler Versicherungen nicht am Rheinknie gegründet worden, sondern im Kantonshauptort Glarus. Im Mai 1861 wütete dort eine der grössten Brandkatastrophen der Schweiz im 19. Jahrhundert. Ziemlich genau ein Jahr später lancierte Daniel Alioth seine Basler Versicherungsgesellschaft; vorerst einziger Geschäftszweck war die Absicherung gegen Feuerschäden.

Heute deckt die «Basler» natürlich alle Risiken ab. In der Schweiz beschäftigt sie rund 3300 Mitarbeiter, unter dem Dach der «Baloise Group». Wie bei allen grossen Versichrungen ist man von dem einst feinverzweigten Filialnetz abgekommen. Die eigentlichen Spezialisten trifft man im Kanton in Zürich an. So ist auch der in Langnau wohnhafte Markus Vorburger «kantonal» im Einsatz; noch so gerne berät er jedoch auch in seiner Wohngemeinde.

Traditionsreicher Standort

Wo heute Innopra ist, war schon (fast) immer eine Schreinerei. Der abtretende Gemeinderat Albert «Stöge» Stocker war 32 Jahre dort tätig, etwas weiter hinten im gleichen Gebäude Peter Benz. Roman Ehrbar als Inhaber der Innopra möchte mit seinem Team «Wohn- und Lebensqualität in die vier Wände zaubern.» Wer will, kann den «full service» buchen – Planung, Projektierung und Ausführung. Selbstverständlich sind aber auch nur einzelne Schritte möglich.

Der Abend klang in den hinteren Räumen der Schreinerei aus, mit unter anderem von Kurt Erny perfekt zubereitetem Fleisch und Geflügel.

«Sind er alli da?» - «JAAAAAAAA!»

Auftakt zur Märtsaison 2018 an diesem 5. Mai – und damit natürlich auch Auftakt zur Chasperlisaison. Unglaublich, wie viele Menschen sich jeweils auf der Fläche gleich oben an der grossen Treppe einfinden: Mehr als eine Hundertschaft, zwei Drittel Kinder, ein Drittel Erwachsene. Und: War der Chasperli da? «JAAAAAAAA!»

 

Vom Frage- und Antwortspiel lebt eine Chasperli-Aufführung. «Händ er de Ritter Hitzgi gseh?» 70-stimmige, markerschütternd laute Bejahung. Auch, ebenso laut, mal ein «NEIIIIN!», wenn eine der finsteren Gestalten wissen will, ob ihm die Kinder glauben. Dem sieht man es ja wirklich an, dass er es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, diesem Oberschlufi.

Fast eben so lustig wie die Aufführung vor der Bühne ist die Vorbereitung dahinter. Ritter Hitzgi wird informiert, dass er bei dieser Szene auf Seite 7 «es Ross überegschtülpt bichunsch». Kurz fällt ein Mikrofon aus – ungewollte Kleinpause. Und den Kindern ist es sowas von egal – warten ist ja auch mitfiebern.

Der Gewerbeverein unterstützt das Chasperlitheater, seit «sein» Samichlaus nicht mehr auf dem Dorfplatz aufmarschiert. Das turine theater stellt die Akteure, die Stücke sind von Jörg Schneider, die Figuren von Barbara Abbt.

2019 gibt es wieder eine GALA

Die Generalversammlung als kleines Jubiläum: Heuer existiert der Gewerbeverein seit 90 Jahren. Über 100 Personen kamen in die «Schwerzi». «Dä Hans» (Roger Tschirren aus Dänikon) begeisterte zum Abschluss mit seinen faulen Sprüchen und gekonnten Musik-Coverversionen.

 

Haben sich die Traktanden am Jubiläum orientiert? Den Abend kann man kurz zusammenfassen als «Friede, Freude, Eierkuchen». Es war kein Wahljahr, die Rechnung schloss leicht positiv ab – was das Budget 2018 natürlich gerne imitiert hätte. Mit einem Wahljahr und dem dazugehörigen Diskussionsforum des Gewerbevereins und der GV in etwas nobleren Ambiance hatte es indes einen schlechten Stand.

So hatte man für eimal mehr Zeit zu gratulieren. Patrick Grassler (SVP) für seine Neuwahl in den Gemeinderat, Dora Murer (parteilos) für ihre Wiederwahl; beide sind Mitglied unseres Vereins. Ein ganz grosser Dank ging an Peter Herzog (CVP): Gemeindepräsident ist er noch bis Ende Juni – unsere Gemeinde zu führen, ist an sich schon eine Leistung. Er war aber all die Jahre auch verlässliches Bindeglied zwischen der Exekutive und dem Gewerbeverein und hat in vielen Fragen mitgedacht, mitgeholfen oder angestossen. Herzlichen Dank! Dieser gebührt ihm auch für die Übernahme des OK-Präsidiums der Gewerbeausstellung, die nächstes Jahr vom 18. bis 20. Oktober, wie gehabt in der «Schwerzi», stattfinden wird.

Ein Dank geht auch an die Firmen Ammann Elektro AG und KEGA-Partyzelte, die die Kosten für den Apéro übernahmen.

An der Brautschau für den 4. März

Wenn es nach dem Aufmarsch am Wahlforum unseres Gewerbevereins geht, werden die Gesamterneuerungswahlen vom 4. März ein Hit: 130 Personen wollten am 7. Februar im Schwezi-Saal mitsehen und -hören, was die neun für den Gemeinderat Kandidierenden zu bieten haben. Moderiert wurde der Abend von Arnold Suter, lange Jahre Gemeinderat in Kilchberg und im Kantonsrat.

 

Die Ausgangslage ist spannend: Es gibt sowohl für den Gemeinderat wie auch für das Präsidium Kampfwahlen. Hier treten Reto Grau (FDP) und Beat Husi (CVP) gegeneinander an. Grau hat den Bonus eines Bisherigen, Husi bringt als eben zurückgetretener Staatsschreiber enorm viel Fachwissen mit.

Da Dora Murer als Schulpräsidentin wieder antritt und sicherlich gewählt wird, geht es letztlich für 8 Personen um 6 Sitze; die Schulpräsidentin hat automatisch Einsitz im Gemeinderat.

Ein Drittel der Kandidierenden sind Mitglied des Gewerbevereins: Dora Murer (parteilos), Virgil Keller (FDP) und Patrick Grassler (SVP). Je stärker und vielfältiger das lokale Gewerbe ist, desto attraktiver wird eine Gemeinde. Keiner wird in Langnau eine Luxus-Hochseejacht kaufen wollen, was aber, wenn es keinen Coiffeur, keinen Bäcker, Sanitär, Elektrofachmann mehr gibt? Eine Ware kann man schon im Internet kaufen, die Beratung, die Reparatur vor Ort nicht. Für das Gewerbe ist der Steuerfuss ein Kriterium, aber nicht das entscheidende. Wichtiger sind Vorschriften der Bau- und Zonenordnung, attraktive Bodenpreise, gute Zufahrten – und sicher auch ein starker örtlicher Gewerbeverein. Zahlreiche Aufgaben rufen nach Vernetzung – was wir halt schon und qualitativ bestens bieten.

Kandidierende. Gemeinderat. Mitglieder Gewerbeverein: Virgil Keller (FDP, bisher), Patrick Grassler (SVP, neu). – Weitere: Reto Grau (FDP, bisher), Martin Horber (glp, neu), Beat Husi (CVP, neu), Lorenz Rey (SP, bisher), Fabrizio Würmli (parteilos, neu), Rolf Schatz (glp, bisher). – Schulpräsidium: Dora Murer (parteilos, bisher, Mitglied Gewerbeverein). – Gemeindepräsident: Reto Grau, Beat Husi.

Der Starthöck: Gespräche, Gespräche, Gespräche

Es ist dunkel. Es ist kalt. Es bewegt sich ein Grüppchen durch die Nacht. Fackeln werfen Schatten. Gemurmel, Lachen. Was geht hier ab? Unser Starthöck fürs 2018. Zielort diesmal: das Restaurant zur Au in Adliswil, erreicht zu Fuss, zu Zug oder zu Auto.

Scheint es nur so? Der Starthöck ist jener Anlass im Jahreskalender, bei dem am meisten geredet wird! Seit Ende November, dem Adventslicht, hat man sich nicht mehr gesehen. Dazwischen die Festtage, der Wechsel in ein neues, hoffentlich gutes Jahr. Erste Tendenzen, wie das vergangene geschäftlich verlaufen ist, sind schon erkennbar. Und vielleicht ist man dazwischen Grosseltern geworden. Oder hat am 19. Dezember die 157 Euromillions-Millionen gewonnen … Es spricht sich so leicht an diesem Abend.

Danke für den Apéro

Für den Präsidenten könnte es an einem solchen Abend gefährlich werden: Dann, wenn unser Heinz zu lange redenwürde. Denn für einmal hat man schlicht und ergreifend für ihn einfach keine Zeit, man durfte sich selber wichtiger nehmen. Man überliess ihm jedoch grosszügig die Honneurs: Uns zu begrüssen und, ganz wichtig, Wirt Ruggero Rimoldi und seinem Team für die Bewirtung herzlichst zu danken.

Was Platz hatte, Platz haben musste: das feine Essen. Ein Antipasti-Buffet zum Auftakt, Kalbsbraten mit Risotto als Hauptgang, Tiramisu zum Abschluss. Begonnen hatte alles mit einem Getränke-Apéro, in edler Manier von Ruggero Rimoldi & Co. spendiert.

Letzte Veranstaltung:

54. Gewerbeapéro

Schreinerei Innopra

Basler Versicherungen

Montag, 17. Mai

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