Berichte 2019

Ein Stern, der da Adventslicht heisst

Es gibt ein schönes Sprichwort: «Ohne die Nacht würden wir nichts von den Sternen wissen.» Auch in Langnau entpuppen sie sich langsam aus dem Tage. «Unsere» Sterne haben es allerdings nicht eilig, ans Firmament zu kommen. Vielmehr machen sie knapp unterhalb Strassenlampenhöhe definitiv Halt. Das kann nur eines heissen: Adventslicht ists – mit einmal mehr Hunderten von glücklichen Besucherinnen und Besuchern.

Dies gleich vorweg: Es hatte nicht ganz so viele Aussteller wie andere Jahre. Aber: anzunehmen, das Interesse habe abgenommen, ist komplett falsch. Grund für die Absenzen ist die Gewerbeausstellung Gala, die gut einen Monat zuvor erfolgreich stattgefunden hatte. Und zwei Grossanlässe innert kurzer Zeit – das konnten nicht alle bewältigen.

Musik, …

Man glaubt sich auf einer Alp: Auf der Neuen Dorfstrasse weht einem der Klang von Alphörnern entgegen. Oder auf der Chilbi: Am Stand der Bank Thalwil dudelt ein Leierkastenman. Im Zelt des Gewerbevereins würde man gerne tanzen – hätte es nur Platz. Musiker Dave Fehlmann nimmts gelassen. Wer weiss: Nach dem nächsten Halben, alle sitzen – vielleicht legt dann einer eine kesse Sohle auf den Dorfplatz?

… Essen …

Knoblibrot gefällig? Haben wir doch, vor der Drogerie. Raclette? Öpfelchüechli? Bei Raschle wird man fündig. Eine Riesenmeute von Fackelspiessen: Wir sind beim Restaurant Albis auf dem Dorfplatz. Wirt Marc Spiess: «Spiesse und Chäschüechli sind es jedes Jahr so um die 500.» Drinnen und draussen wird bei Kari Abegg gluschtiger heisser Fleischkäse genossen. Crèpes gefällig? Bitte bei den Badewelten von Heinz Wälti vorbeischauen. Lecker Schinken im Brotteig gibts bei der Bäckerei Widmer. Überhaupt nicht scharfes (ähem ...) Mah-Mee bei Ahmed vor dem Restaurant Bahnhof. Theben glänzt mit Poulet- und Gemüse-Curry. Scharf? «Bitte bedienen Sie sich aus diesem Schälchen, aber …»

… und Staunen

Leben Eskimos in Langnau? Gleich neben der Dorfstrasse steht bei Raschle ein riesiges Plastik-Iglu. Gekauft oder gemietet, Markus Raschle?: «Gemietet, von drei jungen Männern, die es in China gefunden und erworben haben.» Staunen, und Freude auch, wieviel Publikum das Adventslicht Jahr für Jahr anzieht. Am besten sieht man es jeweilen auf dem Dorfplatz: Das Festzelt voll – und sicher noch die dreifache Menge davor, mit Glas, mit Wurst, mit Spiess und mit Riesenfreude.

Dank an Sportler und Sponsoren

18.30 Uhr: Die Sportlerehrung beginnt, patroniert von Sihlsports, das zusammen mit dem Gewerbeverein die Preise stiftet. Für das Zelt sorgt die Gemeinde. Auffällig dieses Jahr: Für einmal gab es keine Sportlerinnen auszuzeichnen. Die Ehrungen wurden durch Michi Müller, Sihlsports-Geschäftsführer, und Gemeindepräsident Reto Grau vorgenommen. Namen und Erfolge füllten zwei volle A4-Seiten. Besonders zu erwähnen: Urs Schürer wurde für sein fast lebenslanges Wirken beim FC Langnau geehrt.

26 Namen umfasst die Liste der Sponsoren. Treuer Hauptsponsor ist seit Jahren die Zürcher Kantonalbank.

GALA19: Ich war auch ein Dorffest

Der Eindruck: Man muss mit der Lupe suchen, um etwas zu finden, dass an der Gewerbeausstellung GALA19 nicht geklappt hat. Die Bestätigung: Sowohl OK-Chef Peter Herzog als auch unser Präsi Heinz Gresser schwärmen: «Es war phantastisch. Nicht nur eine GALA, sondern ein regelrechtes Dorffest!».

Die zwei stehen mit ihrer Meinung nicht alleine da – so von wegen Funktionsoptimismus. Man kann fragen, wen man will. Man erhält, in den verschiedenen Varianten, stets die gleiche Antwort: Herrlich. Überzeugend. Gute Umsätze. Gute Beratungsverkäufe. Hohe Verkaufszahlen – jene, an den vier Foodständen im Festzelt.

Dieses Festzelt, mit seinen fast unendlich vielen Plätzen. Es kam ja, bei der sechsten Auflage einer GALA, erstmals zum Einsatz. Man kann es künftig auch unheimlich kräftigschlagendes Herz der Ausstellung nennen. Je älter der Ausstellungstag, desto stärker füllten sich die Bankreihen. Und am Abend? Zelt proppenvoll. Stimmung? Da steppte der Bär. Musik? Da capo, da capo!

Peter Herzog war bei der sechsten GALA das dritte Mal OK-Chef. Ein ordentlicher Schübel an Erfahrung also. Trotzdem liess man sich unter seiner Führung im OK auch auf Neues ein – mit einem Festzelt an vorderster Front. An allen drei Tagen fanden auf seiner fast 40 Quadratmeter grossen Bühne die verschiedensten Auf- und Vorführungen statt. An kräftigstem Applaus liessen es die Besucherinnen und Besucher jeweils nicht missen. Die Verpflegungsstände waren bisher über das ganze Festgelände verteilt. Heuer waren sie in den vier Ecken des Festzelts platziert.

Alle vier Food-Anbieter zeigten sich zu Festschluss mehr als nur zufrieden!. Die Albischroser beispielsweise waren schon am Samstagabend mit ihren Pouletflügelis und Fischchnusperlis ausgeschossen. Der eilends herbeiorganisierte Nachschub hielt dann nochmals nicht bis ganz zum Schluss. Food-Chefin Ursula Graf von der Theatergruppe freute sich über mehr als 500 verkaufte Raclette-Portionen. Die Albisschützen hätten ihre Grillwürste bald roh verkaufen müssen, so stark war zeitweise die Nachfrage. Und beim Damenturnverein mit seinen Kuchen und Kaffees (ohne … und mit!) waren phasenweise bis sechs Personen am Stand im Einsatz.

Extrem friedlich

Peter Herzog: «Es gab weder Alkoholleichen noch irgendwelche Auseinandersetzungen.» Heinz Gresser: «Ich habe bei meinen Gesprächen von keinem einzigen Aussteller etwas Negatives gehört.» Dazu beigetragen hat sicher auch, dass der Branchenmix äusserst attraktiv war. Und die vielen GALA-Attraktionen der Aussteller, auch wenn für sie schon mit der Anmeldung klar war: Ärmel zurückrollen, anpacken! Mit Aufbau und Abbau sind es natürlich weit mehr als drei Ausstellungstage.

Stark bedauert wurden die Perle-Produktionen von Merete Armstrup. Dreimal hätten sie ihren Musical-Ausschnitt aufführen wollen. Bereits am Freitag verweigerte ihnen die Mikrofon-Anlage den korrekten Dienst. Man versuchte alles – keine Chance. Deshalb mussten auch die beiden weiteren Aufführungen gestrichen werden.

Auf Wiedersehen!

Das ist bombensicher: Es wird eine siebte GALA geben. Peter Herzog und Heinz Gresser äussern sich war vorsichtig, tendieren aber beide auf «in sieben Jahren», nachdem bei den ersten fünf ein Abstand von fünf Jahren galt. Es gab 2019 unglaublich viel zu entdecken. Es war wirklich für alle etwas im Angebot. Nun: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Sich bis 2026 freuen – das ist Langnau mit seiner GALA.

Genwell Gmbh: damit es einem gut geht

Die Distributionsbasis ist in Langnau, an der Sihltalstrasse 103, links auf dem Weg nach Langnau. Von aussen eher unscheinbar. Dahinter steckt aber ein «Grosser»: die Genwell GmbH, mit dem Firmensitz in Baar, Produktionsstätten in Deutschland und der Slowakei sowie einer weiteren Firma in Deutschland, der Floramed GmbH. Sie war Schauplatz des 57. Gewerbeapéros.

Inhaber und Geschäftsführer der Genwell isr Richard Wagner. Kaum 20 Jahre alt, wusste er schon, dass es ihn in den Gesundheitsbereich zieht. Die grossen Pharmafirmen waren allerdings keine Option. So fing er 1996 auf leisen Sohlen mit dem an, aus dem 2004 die Genwell GmbH werden sollte. «Wir wurden schlichtweg zu gross, um das Geschäft nebenbei machen zu können.» Seither ist die Firma ständig gewachsen, der Bau eines Produktionswerkes in Oesterreich steht in Vorbereitung.

Während sich die Genwell auf Produkte «für die Entgiftung des Körpers spezialisiert», so Wagner, steht bei der Floramed die Ernährung im Vordergrund. Wagner: «Hier bieten wir eine breite und interessante Nahrungsergänzungsvielfalt, die auf intakte Gesundheit ausgerichtet ist. Wir arbeiten im Einklang mit der Natur: Wir suchen und verwenden nur qualitativ hochwertige Rohstoffe aus der ganzen Welt. Dabei verwenden wir nur natürlichen Roh- und Wirkstoffe.»

Der Direktkunde wird die Produkte oft vergebens suchen. Abgegeben werden sie nur durch Naturheilärzte und (Physio-)Therapeuten, Apotheken und so weiter oder im Direktkontakt mit den beiden Firmen. Der Hintergrund: Um wirksam zu sein, braucht es für den Einsatz der Produkte tief gehende Abklärungen. Ein Griff ins Gestell ohne die Beratungen durch bestausgebildete Fachleute reicht da nicht. Denn die Gesundheit steht im Vordergrund.

Die Sonntagsoase am Gontenbach

Ob er sich dessen bewusst war? Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren hat Ken Füglistaler das ehemalige Restaurant Gontenbach an einer Versteigerung erworben. Mit Freude stellte er an diesem Sonntag den Garten für den traditionellen Brunch zur Verfügung, gemeinsam organisiert vom Handels- und Gewerbeverein Adliswil (HGVA) und dem Gewerbeverein Langnau.

Lasst uns Eulen nach Athen tragen: Ken Füglistaler. Das ist Mister Albisstrassenfest. Das neuste Ehrenmitglied des HGVA. Erfolgreicher Besitzer einer Garage. Präsident der Bezirks-Unternehmervereinigung. Mitglied im erweiterten Vorstand des kantonalen Gewerbeverbandes. Aber an diesem Tage am wichtigsten: charmanter Gastgeber in seinem Restaurant, das nach dem Kauf nie mehr «full time» eröffnet wurde.

Bilder aus früheren Jahrzehnten beweisen die Gontenbach-Anziehungskraft: Zu Hunderten stiegen sie in den frühen Jahren der Sihltalbahn dort aus. Die meisten machten sich kleidsam für den Spaziergang hoch zum Wildpark. Einige steuerten aber direkt den lauschigen Garten an. Lassen wir die Bären Bären sein, werden sie sich wohl gedacht – und das nächste Grosse bestellt haben.

Für die beiden Vereine ist es eine ideale Oase. Die Bäume spenden Schatten, die Helferlein haben alles vorbereitet, und an Gesprächsstoff hat es bekanntlich Mitgliedern von Gewebevereinen noch nie gemangelt. Kulinarisch war es ein Genuss: feinstes Brot, gesponsert von der Adliswiler Bäckerei Peter, "unser" Kari Abegg war für das Birchermüesli und die Fleischplatten zuständig, und Susi Winters Rühreier waren ebenso exzellent wie ihre Crepes in den Vorjahren.

Vom Fluss, der (auch) rückwärts fliesst

Schön. Einfach: schön. Dieses Attribut traf beim Jahresausflug 2019 des Gewerbevereins gleich mehrfach zu. Schön, waren es nur kurze Carfahrten, schön dann auch die Etappenhalte im Kanton Aargau. Und schön, superschön auch das Wetter, schon fast superschwitzig.

Hätte unser Car-Driver Dani ein wenig zu spät gebremst – wir wären im Kanton Bern gelandet. Aarburg ist die westlichste Gemeinde des Aargaus. Rund 1000 Einwohner mehr als Langnau, ist sie für zwei Dinge bekannt: für die gleichnamige Burg und für einen Fluss, der aufwärts fliesst. Die Aare prellt unterhalb der Burg an den Spitz einer grossen Mauer. Das Wasser, das nach rechts getrieben wird, wird daher zu einem grossen Kreisel. Gegenstände können da schon mal zwei Tage Rundkurs fahren …

Wer die «Aarburg» gegen 1100 erbaute, ist ungewiss. Vermutlich waren es die Grafen von Froburg, die zur Sicherung ihres Besitzes und zur fiskalischen Auswertung des Verkehrs auf Strasse und Fluss, den Felsriegel, welcher den südlichen Abschluss der Aareklus bildet, befestigten. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg an das aufstrebende Geschlecht der Habsburger über. 1415 wurden Burg und Städtchen von den Bernern übernommen. Diese erkannten bald die wehrtechnisch günstige Lage und bauten die Burg 1574/75 sowie 1658/73 zur «Veste» aus. Mit dem Einmarsch der Franzosen am 10. März 1798 ging für das Städtchen Aarburg und die umliegenden Gemeinden eine wichtige Epoche zu Ende: Das Amt Aarburg wurde aufgehoben, die regionalen Aufgaben der Stadt Zofingen übertragen und ein neuer Bezirk geschaffen.

Das kühle Nass

Präsident Heinz hatte das richtig erkannt: Es wird heiss am Tage des Ausflugs. So galt den Mannen vom Pontonier-Fahrverein Aarburg unser grösster Dank: Alle durften eine mehrminütige Fahrt auf der schnell dahin fliessenden Aare geniessen.

Das Mittagessen im «Bären» musste kurz ausfallen: Das «Paul Scherrer Institut (PSI)», ein Bundesbetrieb, ist in Villigen daheim, so ziemlich am östlichsten Zipfel des Aargaus. Erreichbar über Aarau, wo der Verkehr fast nie staut …

Spitzenforschung

Das PSI geniesst Weltruf. Es ist das grösste Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz. Man betreibt Spitzenforschung in den Bereichen Materie und Material, Mensch und Gesundheit sowie Energie und Umwelt. Durch Grundlagen- und angewandte Forschung arbeitet man an nachhaltigen Lösungen für zentrale Fragen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Es hat 2100 Mitarbeiter und operiert mit einem Budget von 330 Millionen Franken. Davon trägt der Bund zwei Drittel. Alles konnten wir natürlich nicht anschauen. Beeindruckend waren die Informationen über die Behandlung von Augen-Melanomen.

Ausklingen liessen wir den Tag in der Bäsebeiz der Familie Sandmeier in Seengen, hoch über dem Hallwilersee.

Gestatten: Chasperli, Guignol, Pulcinella

Was hätte besser sein können: das Wetter. Was seit Jahrzehnten «de Hammer» ist: dä Chasperli. Weltweit. Guignol rufen die Kinder in Frankreich der vergleichbaren Figur zu, Pulcinella in Italien. Auch dieses Jahr unterstützt der Gewerbeverein die Chasperli-Aufführungen am Monatsmärt auf dem Dorfplatz.

Bejubelt wurde das Stück «De Tüüfel Luuspelz und s armi Pilzfraueli». Jörg Schneider hatte es 1967 als zweites seiner insgesamt 22 Hörspiele geschrieben. Das Wetter nachahmend, hätte man allerdings die Nummer 17 spielen müssen: «De Gfröörli gaat go Schiifahre» … Was kümmert es die Kinder: Ihr Held Chaschperli wird lautstark unterstützt, wenn er bauernschlau gegen die Bösen kämpft. Oder, wie an diesem Samstag, gegen das Böse schlechthin: den Teufel.

Auch politisches Ventil

Keine Kinder vor der Bühne, wenn es jene Erwachsenen dahinter nicht gäbe. Roberto Waser, Dominique Wild und Thomas Landolt sprachen und führten die Figuren, die von Barbara Abbt gestaltet worden waren, ebenso wie das Bühnenbild. Seinen Ursprung hat der Chaschperli vor Jahrhunderten als Marionette genommen.

Heute sind Aufführungen mit Handpuppen üblich. Und: Zu Beginn spielte man für Erwachsene. Periodisch auch mit Hinterlist, wie Barbara Abbt erzählt: «In Russland diente Petruska, wie er dort genannt wird, manchmal auch als Ventil. Die Figuren übten Kritik am Regime, zum johlenden Vergnügen der Erwachsenen ...».

Die Drogerie, die sich mit der Natur verbündet

Welch ein Aufmarsch am 56. Gewerbeapéro: Nicht weniger als 45 Personen wollten die Geheimnisse und Spezialitäten der «Albis Drogerie» gleich oberhalb des Dorfplatzes kennen lernen. Sandra Pillot und Patrick Hefti hatten ihr Geschäft 2015 eröffnet.

Beide brachten viel Erfahrung mit: Patrick Hefti leitete eine Drogerie in Winterthur, Sandra Pillot eine in Effretikon. Schöne Jobs, gute Jobs - aber irgendwie fehlte der letzte Pfiff. Selbst verantwortlich sein, nicht nur angestellt. Gleich neben dem Coop, in den ehemaligen Räumen einer Computerfirma, fanden sie in Langnau ihr berufliches Zuhause.

Ihren Entscheid haben sie nie bereut. Sandra Pillot: «Mittlerweile haben wir fast 3000 Kundenkonti registriert.» Seit der Eröffnung ging es eigentlich nur bergauf. Die erfolgreiche Wanderung kommt aber nicht von ungefähr. Dahinter stehen ein sorgfältig abgestimmtes Sortiment, gute Beratung und natürlich auch die Möglichkeit, im kleinen Labor Chargen zu mischen und abzufüllen.

Einen sehr wichtigen Platz im Sortiment nimmt das «Naturathek»-Angebot ein. Im Franchisesystem bietet man Produkte an. Die «Naturathek»-Partner haben sich der ganzheitlichen und individuellen Naturheilkunde verschrieben. Durch stete Aus- und Weiterbildung kombinieren die Naturatheker und Naturathekerinnen modernes Fachwissen, altüberlieferte Naturheilkunde und das Beste der Natur für die Gesundheit.

Mit 260 Stellenprozenten und zwei Lehrtöchtern ist auch bei steigenden Umsätzen die Arbeit gut zu bewältigen. Wie sich die Zahlen in diesem Jahr entwickeln, wird sich zeigen. Zu vermuten ist: nach oben. Hunderte bisher rezeptfreier, aber apothekenpflichtiger Medikamente sind seit dem 1. Januar 2019 auch in Drogerien erhältlich. So wurde die bisherige Abgabekategorie C, die eine Beratung durch einen Apotheker oder eine Apothekerin voraussetzt, abgeschafft. Rund 550 der Medikamente aus dieser Kategorie wurden in die Kategorie D umgeteilt. Für diese Produkte wird lediglich eine Fachberatung vorausgesetzt, egal ob durch Drogerie oder Apotheke.

Weniger streng geregelte Abgabe

In drei Stationen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Drogerie geführt. Am spannendsten war sicherlich der Posten «Labor». Hier erklärten Fabienne Desgrange (3. Lehrjahr) und Marina Bosshard (Drogistin EFZ), auf was es bei der Herstellung der Salben und Tinkturen zu achten gilt. Wer wollte, konnte sich eine kleine Tube eines Schmerzmittels selbst abfüllen. Wohltuend anders dann die Verpflegung: vegetarisch – und schampar schmackhaft. Herzlichen Dank an Patrick Hefti und sein Team.

Peter Herzog ist das neuste Ehrenmitglied

Schon als Gemeinderat, danach auch als Gemeindepräsident: Immer hat sich Peter Herzog für die Belange des Gewerbes stark gemacht. Dafür ist ihm an der 91. Generalversammlung des Gewerbevereins im Sihlsports-Center die Ehrenmitgliedschaft verliehen worden. Ausruhen ist aber nicht: Er ist OK-Präsident der diesjährigen GALA19, die vom 18. bis 20. Oktober in der Schwerzi stattfindet.

Die Anliegen des Gewerbes fanden bei Peter Herzog immer ein offenes Ohr. Als Vertreter der Gemeinde war er automatisch im Vorstand. Das Gewerbe liess ihn aber nicht los, als er im letzten Frühjahr seine politischen Ämter abgab. Wie selbstverständlich übernahm er das Amt des OK-Präsidenten der Gewerbeausstellung GALA19 in diesem Herbst. Die bisher letzte ging vor sieben Jahren über die Bühne.

Die Informationen über die GALA19 kamen also aus erster Hand. Mit 47 Teilnehmern ist man bereits jetzt praktisch ausgebucht. Im Essensbereich kommt ein neues Konzept zu tragen: Alle vier Anbieter findet man im «Food-Zelt». Dort wird auch eine Bühne aufgebaut, für die vielen Auftritte der Vereine, aber auch für die Musikabende vom Freitag und vom Samstag. Als Hauptsponsor konnte die ZKB gewonnen werden. Gastregion ist dieses Mal Sattel-Hochstuckli. Explizit lobte Peter Herzog das ganze OK: «Ich denke, wir miteinander sind schon sehr weitgekommen, nicht zuletzt, weil nahtlos und kompetent zusammengearbeitet wird.»

Grosser Mitgliederzuwachs

Zum Glück hat Sihlsports für ein Center dieser Art einen ausserordentlich grossen Cafeteria-Bereich. Sonst wäre es schwierig geworden, 87 Personen unterzubringen. Davon waren 48 stimmberechtigt. In fast allen Punkten konnte man den Dölf Ogi zitieren: «Freude herrscht!» Nicht weniger als 10 Eintritte (bei 4 Austritten) kamen im vergangenen Vereinsjahr zustande. Damit sind es neu 145 Mitglieder! Die Rechnung zeigte nur ein kleines Minus, das Budget ein etwas höheres – was aber in einem Jahr mit einer Gewerbeausstellung nur logisch ist.

Donnernden Applaus gab es für Heidy Huser. Nach unendlich vielen Jahren hat sie das Amt der Kassierin abgegeben, eigentlich nur, weil sie und ihr Mann ins ferne Aargau gezügelt sind. Reto Flachsmann, schon bisher im Vorstand, wird ihr Nachfolger. Personell bleibt der Vorstand sonst unverändert.

Das Bauvorhaben von Berger Gartenbau

>Heinz wäre nicht Heinz, wenn er sich nicht herzlich bei den Vielen bedanken würde, ohne die der Verein nur holprig funktionieren würde. Dem verstorbenen Jürg Kaufmann, Präsident von 1980 bis 1985, gedachte man schweigend. Reto Grau, Nachfolger von Peter Herzog im Amt des Gemeindepräsidenten, unterstrich, wie wichtig ein kompetentes und lebendiges Gewerbe für die Gemeinde ist.

Wer kennt es nicht, das Areal der Firma Berger Gartenbau gleich ausgangs Langnau Richtung Zug. Mitinhaber Remo Berger informierte nach dem offiziellen Teil über die dort geplanten Änderungen; unter anderem will man den Geschäftssitz von Kilchberg nach Langnau verlegen. In den neuen vier Gebäuden wird es auch Platz für andere Gewerbebetriebe haben. Der Gestaltungsplan muss noch von der Gemeindeversammlung bewilligt werden.

Ohne Unterstützer und Lieferanten könnte eine GV nicht durchgeführt werden. Das  OK GALA19 übernahm den Apéro, für den Hauptgang, Schinken im Brotteig, war das Kega-Keller-Team besorgt, Karl Abegg lieferte die ufeine Käseplatte – und fast keine Kalorien hatten die Dessertstückli der Bäckerei Widmer.

Fleischiger Start ins GALA-Jahr

Normal: Der Gewerbeverein startet mit einem Höck ins neue Jahr. Abnormal: Es ist ein Jahr, in dem wieder eine grossartige Langnauer Gewerbeausstellung stattfindet. 2019: Es ist das Jahr, in dem beides kombiniert wird. Oktober, wir kommen!

 

Vielleicht kann ja der Präsident neben all dem, was er sonst kann, auch Wunder bewirken: Heinz, wie wäre das – ein Starthöck in Shorts und T-Shirt? Grösste Sorge wäre die Sonnenbrille, die nicht mitkommen wollte. Hauptthema, welche Sonnencrème die besten Resultate bringt. Tönt verlockend, oder? Die Realität: Eingemummt wie ein Pirelli-Männchen. Obwohl auf der Erde: Moon-Boots. Die Hände irgendwo unter sieben Schichten Handschuhen.

Oder lieben wir ihn gerade deswegen, den Starthöck? Er vertreibt die letzten trägen Reste des Neujahr-Nichtstuns. Er verleiht, zumindest der Hälfte der 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Flügel – kaum 40 Minuten, und schon sind sie die Winzelen hochgekraxelt, hinauf zum Restaurant Albis, hinauf zu Wirt Marc Spiess, der nicht nur für den Apéro sorgte, sondern ihn gleich auch sponserte. Herzlichen Dank!

Apéro, Häppchen dabei, dann Salat, dann Fondue Chinoise, dann Dessert. Wahrscheinlich hätte es allen gut getan, den Albis zu bezwingen: An Kalorienarmut wird der Starthöck garantiert nie sterben. Wenn man sich soviel zu erzählen hat, braucht es aber einfach ein «Bödeli». Zumal, wenn Heinz meint: «Kafi und Grappa übernimmt der Verein!» Nein, nein, Schnaps hat keiner getrunken …

Es ist eines nicht: der Abend der grossen Reden. Kurze Begrüssung, der Dank an Marc Spiess – und dieses Jahr hoffentlich und selbstverständlich der Hinweis auf die Gala, sieben Jahre nach der bisher letzten. Oktober, wir kommen!

Letzte Veranstaltung

 

Sonntag, 4. Juli:
Sommerbrunch mit HGV Adliswil


Nächste Veranstaltung:

27. August
Kunsthaus Zürich
(als Jahresausflug)