3. Mai 2013

Blochen in Assen und anderswo

 

Was für ein Gewerbeapéro: Da fährt ein Töff mit über 200 Stundenkilometern – ohne einen Millimeter vom Fleck zu kommen. Da donnert einer mit deutlich über 200 Stundenkilometern über englische Landstrassen – und hat Riesenfreude daran. Des Rätsels Lösung?

 

Peter Sommer und seine Frau Susanne hatten in ihr 2-Rad-Spport-Center eingeladen. Es ist «zwar» in Au, aber die beiden wohnten in Gattikon, nahmen schon an der Gala teil, hatten eigene Ausstellungen in der Schwerzi und haben noch immer viele Kunden aus Langnau. So eine Firma gehört einfach in den Gewerbeverein Langnau.

Peter Sommer war als Profi elf Jahre lang einer der erfolgreichen Schweizer Töffrennfahrer, Schweizer Meister, an der Europameisterschaft dabei, und im Grand-Prix-Zirkus bis nach Argentinien und Amerika unterwegs. Nach einem Unfall und einem «Probejahr», in dem sich die hervorragenden Resultate nicht wieder einstellen wollten, beendete er seine Karriere und eröffnete 1987, zusammen mit seiner Frau, das Geschäft in der Au.

Aus dem 2-Personen-Betrieb ist innert einer Generation einer der Grossen der Branche geworden. Der Umsatz beträgt rund 3,5 Millionen Franken im Jahr, man verkauft rund 160 neue Töffs und rund 70 Occasionen im Jahr, und die Werkstatt durchlaufen innert zwölf Monaten rund 500 Fahrzeuge. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf sieben angewachsen.

Der Töff, der sich nicht vorwärtsbewegt, jener, der sich sehr schnell bewegt. Was hat es damit auf sich? Im Betrieb steht ein Prüfstand, einer von nur dreien seiner Art in der ganzen Schweiz. Hier bringen nicht nur Privatkunden, sondern auch Rennfahrer ihre Maschinen vorbei, um die besten Einstellungen finden zu lassen, für noch mehr Drehmoment, noch mehr PS. Der Töff steht auf Rollen, der Auspuff mündet in einen riesigen Schlauch, der die Abgase wegsaugt.

Die englische Landstrasse: Im letzten Jahr nahm Peter Sommer an der TT Trophy auf der Isle of Man teil. Ein Kurs rund um die Insel, 60 Kilometer lang. Es sind Strassen, die sonst dem Privatverkehr dienen. Also nichts mit Sturzräumen, mit VIP-Tribünen, sondern ein möglichst schnelles Fahren auf zum Teil gemein grossen und gemein vielen Bodenwellen. Von Meereshöhe hinauf auf 800 Meter wieder zurück. Und das im Rennen vier Runden lang. Macht 240 Kilometer. Die schnellsten brauchen für eine Runde 18 Minuten. Rechne! Es war ein eindrücklicher Film, den die rund zwei Dutzend Anwesenden zu sehen bekamen. Wegen einer Verletzung konnte Peter Sommer zwar das Hauptrennen nicht bestreiten. Aber für ihn ist klar: «Nächstes Jahr bin ich aber wieder dabei!»

Letzte Veranstaltung:

Langnau a.A. zu Besuch bei Langnau i.E.

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Nächste Veranstaltung:

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Freitag, 21. und 28. Oktober 2017

Betriebsbesichtigung