Der gute Mann mit den guten Sachen

Ein 6. Dezember ohne Chlaus auf dem Dorfplatz wäre nichts. Auf Schnee kann man verzichten, auf die Schule manchmal ohnehin, aber auf den weisen Mann mit seinem Wallebart, auf den Schmutzli, auf die Eselis – niemals!

 

Kaum hatte die Kirchturmuhr fünf geschlagen, näherte sich das Trio vom Schlossweg her dem Gemeindehaus-Platz. Dutzende Kinder plangten: mein Versli. Mein Liedli. Die Geschenke. Erfahrung macht klug: Niemand musste auf nichts verzichten. Der Reihe kamen die Kinder dran, und wenn plötzlich eine Zeile des Verslis fehlted, half der Samichlaus noch so gerne.

Er hatte auch für jeden ein Säckli mit feinem Inhalt dabei, vorbereitet und gespendet vom Gewerbeverein, der an diesem kühlen Winterabend (fast) alles tat, um die Kinder und ihre Begleiter zu verwöhnen.

Denn auf etwas musste man in diesem Jahr verzichten: Auf die feinen Marroni, Marroni ganz heiss. Dies ist jedoch nicht die Schuld des Gewerbevereins. Ein Schädling treibt sein Unwesen. Dabei trägt er beziehungsweise sie sie so einen wunderschönen Namen: «Edelkastanien-Gallwespe». Mit dem geliebten Wintersnack hat sie aber nichts Gutes vor: 2009 wurden im Tessin erste Bäume befallen, in Norditalien trat sie schon zuvor auf – und genau diese beiden Regionen sind es normalerweise, aus denen die Schweizer Grosshändler importieren. Die Wespe vermindert die Blattdichte und die Fruchtproduktion. Als ob das nicht genug wäre: In diesem Jahr kam zur Blütezeit nasskaltes Wetter hinzu. An vielen Bäumen reiften deshalb deutlich weniger Kastanien als normal, einige hatten einen Ausfall von 80 Prozent. Dies hat zur Folge, dass in diesem Winter einerseits weniger Marroni im Angebot sind und dass die Preise angezogen haben.

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Langnau a.A. zu Besuch bei Langnau i.E.

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