Schnelle Motoren, überragendes Design

Es hat ja doch auch ältere Semester im Gewerbeverein. Die kennen das Autoquartett sicherlich noch. Die Karte, die man immer wollte: der Monteverdi, weils ein Schweizer Hersteller war. Auf seinem Jahresausflug machte der Gewerbeverein im Monteverdi-Museum in Binningen erste Station. Ebenso eindrücklich war danach der Besuch bei Vitra in Weill am Rhein.

 

Jetzt hat er endgültig den Dreh raus: Gegen Ende der Achtziger Jahre konstruierte Peter Monteverdi mit seinem Team einen Formel-1-Boliden von Grund auf. In der Saison 1990 startete man unter dem Namen Onyx-Monteverdi bei zehn Rennen. Ab dem dritten Rennen 1990 sass mit Gregor Foitek ein Schweizer in einem der beiden Cockpits. Als beste Resultate wurden ein 12. Platz in Imola und ein 15. Platz in Mexiko verzeichnet. In Monte Carlo lag Foitek noch kurz vor Schluss auf dem sechsten Platz, wurde dann aber von einem anderen Fahrer abgeschossen. Ende Saison musste man aus finanziellen Gründen den Stecker ziehen.

Die Formel 1: sicherlich das spektakulärste Engagement. Von den rund 3000 hergestellten Monteverdis war aber der weitaus grösste Teil für die Strasse bestimmt., hergestellt von 50 Mitarbeitern in Binningen und deren 30 in Italien – man war eng mit Ferrari verbandelt. Das Grundrezept war einfach: luxuriöse Fahrzeuge mit überdurchschnittlich Fahrleistungen. Oft gelangte dabei ein Achtzylindermotor von Chrysler mit sieben Litern Hubraum zum Einsatz.

Auch als Designer hatte Monteverdi grossen Erfolg. In den Achtziger Jahren dümpelte der Range Rover so vor sich hin; das änderte sich schlagartig, als er ihm ein Facelifting verschrieb. Und beinahe wäre auch das Schweizer Militär zu einem Monteverdi gekommen: Man gewann die Ausschreibung, verkaufte das Projekt zur Ausführung aber an Saurer. Die Firma ging Konkurs; von der kreditgebenden Bank erwarb es Mercedes – das selber Armeefahrzeuge herstellte. So fahren wir in der Schweizer Armee heute halt Mercedes und nicht Monteverdi.

Im Museum, das heute nur noch Gruppen offen steht, sind sämtliche Typen vertreten – und Europas grösste Modellauto-Ausstellung.

Vitra: Design und Funktionalität

In einer kurzen Fahrt ging's über die Grenze, nach Weill am Rhein. Dort hat seit 1950 die Firma Vitra ihren Produktionsstandort, der Sitz ist im baslerischen Birsfelden. Vitra setzt die Kraft guten Designs ein, um die Qualität von Wohnräumen, Büros und öffentlichen Einrichtungen nachhaltig zu fördern. Die Produkte und Konzepte von Vitra werden am Schweizer Hauptsitz in einem intensiven Designprozess entwickelt. Dabei entstehen funktionale und inspirierende Einrichtungskonzepte, Möbel und Accessoires.

Viele der Firmengebäude sind von international nahmhaften Architekten entworfen. Das ehemalige Feuerwehrgebäude stammt von Zaha Hadid, das Designmuseum von Herzog & De Meuron, eine der vielen Lagerhallen von Frank Gehry.

Auf der wohl kurvenreichsten Strasse der Welt ging die Fahrt dann am Schluchsee vorbei nach Grafenhausen. In der Tannenmühle konnte man sich auf hohem kulinarischen Niveau verwöhnen lassen, ohne die Reisekosten gleich explodieren zu lassen.

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Langnau a.A. zu Besuch bei Langnau i.E.

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