Berichte 2015

Beim Barte des Samichlaus

Die beiden Eseli: gutmütig, stolz. Samichlaus und Schmutzli: braun, wie wenn sie kurz zuvor Ferien in der Karibik gemacht hätten. Die Kinder: erwartungsvoll, immer wieder in die Gasse schauend, aus der sie doch kommen müssen. Alldas: Die Samichlausfeier 2015 des Gewerbevereins auf dem Platz vor dem Gemeindehaus.

 

Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn waren es sicher schon ein Dutzend Kinder, die auf ihren Höhepunkt an diesem 6. Dezember warteten. Weithin leuchtet die «Hütte» des Gewerbevereins, die hinter der kleinen Bühne aufgestellt worden war – und aus der eine halbe Stunde später wie ein nicht abreissen wollender Strom Sack um Sack gereicht wurde, für jene Kinder, die Chlaus und Schmutzli mit einem Versli oder einem Lied überraschten. Dank guten Verbindungen zu den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen konnte sogar die genaue Zahl ermittelt werden: 150 Säcke werden jeweils von den Mitgliedern des Vereins vorbereitet, der auch die Kosten übernimmt.

Für die Erwachsenen hat es am improvisierten Buffet daneben Punsch, garantiert alkoholfreien, und diese lustigen Guetzli aus Italien: Turinerli? Römerli? Ach, nein: Mailänderli! Wobei die Verkleinerungsform massiv untertreibt: Das waren schon komplett ausgewachsene Mailänder!

An die 150 Personen werden es gewesen sein, bei bestem Wetter: ein gelungener Anlass, musikalisch umrahmt vom Musikverein Langnau.

Wenn Petrus auf einem Auge blind ist

Da hatten wir, nach einem schon genialen Oktober, einen rekordverdächtigen November: ein warmer Tag am andern. Und dann das: Ausgerechnet am 20. November mit am Abend dem Adventslicht, öffnete Petrus die Schleusen! Für einmal soll er sich schämen! Die Stimmung liess man sich gleichwohl nicht vermiesen, der Aufmarsch war bescheidener als auch schon.

 

Wie schön wäre es, könnte man einen solchen Anlass spontan, innert weniger Tage, auf die Beine stellen. Der Vorstand hätte die Chance mit diesen vielen warmen November-Tagen mit Sicherheit genutzt. Aber eben: Der Termin steht weit im Voraus fest. Die Werbung muss anlaufen, die Plakate wollen gedruckt sein, die Teilnehmer überlegen sich, wie ihr Stand noch schöner als im Jahr zuvor aussehen könnte. So galt es also, mit grossem Murren das Schicksal zu akzeptieren. Und den Teilnehmern gilt es zu danken: Sie präsentierten, trotz Starkregen, trotz teilweise orkanartiger Böen, ihr Angebot, verwöhnten Besucherinnen und Besucher.

Glück hatte natürlich, wer sein Angebot grundsätzlich unter Dach präsentieren konnte, so vorab das Gartencenter Bacher und die Dorfgärtnerei Raschle. Mit Riesenaufwand bereiten sie jeweils ihre Weihnachtssausstellungen vor – und gerade wenn es draussen «hudlet und fätzt» wie dieses Mal, fühlt man sich bei ihnen um Wochen in die Zukunft entführt.

Spätestens am Mittwoch weiss man es jeweils: ein Zelt auf dem Dorfplatz, November – das kann nur das Adventslicht sein. Am Abend selbst ist der Vorstand im Zelt dann unermüdlich im Einsatz. Und so proppenvoll wie an diesem 20. November, um 18.30 Uhr, war es wohl selten gewesen: Noch nie konnte Gemeindepräsident Peter Herzog so viele erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler ehren.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit, aber nicht minder herzlich: Heinz Gresser als Präsident des Gewerbevereins konnte Maurice Mikhail, dem Inhaber der Spezialgewürzfirma Merlasco, für sein 30-Jahre-Firmenjubiläum ein Geschenk überreichen.

Eine Lastwagenkolonne bis nach Genf

250'000 Tonnen Abfall wurden letztes Jahr im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz in Zürich verbrannt. Ein Entsorgungsfahrzeug fasst 10 Tonnen – aneinandergereiht würde die Kolonne bis nach Genf reichen. Die Teilnehmer der Gewerbevereins-Betriebsbesichtigung erfuhren noch viel mehr spannende Fakten und Zahlen.

 

Die USA mag einmal Vorbild gewesen sein, im Umweltschutz garantiert nicht. Noch heute werden dort Haushalt- und Industrieabfälle achtlos auf Freiluftdeponien entsorgt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Ganz anders die Schweiz, und hier insbesondere Zürich als grösste Stadt. Zuerst war die Kehrichtverbrennungsanlage Josefstrasse. Ihre Lage mitten in der Stadt ergab Probleme, wegen fehlenden Platzes und dem Lärm und Geruch, der nun mal mit einer derartigen Anlage verbunden ist.

1969 wurde ihr im Norden Zürichs, auf dem Weg zum Flughafen, das Heizkraftwerk Hagenholz zur Seite gestellt, dann immer wieder auf die neusten Technologien umgerüstet, erweitert, so dass aus dem Geschwister schon längst der Vater geworden ist, zu dem sie aus (fast) der ganzen Welt anreisen, um zu schauen und zu begreifen, wie sich Abfallentsorgung ökologisch kompetent betreiben lässt. Fast: Aus den USA kam noch keine einzige Delegation …

Strom und Wärme

Hagenholz ist ein 24-Stunden-Betrieb. Das Wochenende nicht eingerechnet, karren die Entsorgungsfahrzeuge jeden Tag rund 1000 Tonnen Abfall in den riesigen Innenhof. Zum Vergleich: Die Jahresmenge der Kehrichtanlage Horgen, zu der Langnau gehört, wäre schon nach 60 Betriebstagen erreicht.

Was geht, wird im Hagenholz wiederverwertet, der Rest in einen rund 100 m langen Bunker gekippt. Von zwei riesigen Greiferarmen wird er immer wieder umgeschichtet, um die für die Verbrennung richtige Mischung zu erreichen. Nach rund drei Tagen geht es dann auf die letzte Reise, hinein in einen der beiden riesigen Öfen, in denen es bis zu 1600 Grad heiss wird. Daraus entsteht die zusätzliche Nutzung: Es werden jährlich 125'000 Megawattstunden Strom erzeugt; die Wärmeproduktion entspricht gar 420'000 Megawattstunden.

Der Fitnessparcours

Einmal durften die beiden Gruppen den Lift benutzen, sonst hiess es laufen, laufen, laufen. Die Wärme in einzelnen Anlageteilen tat ihr Übriges: Es haben alle sicherlich an die 10 Kilogramm abgenommen … . Man war sich am Ende aber völlig einig: Dieser Besuch hat sich mehr als nur gelohnt! Abgeschlossen wurde er mit einem Club-Sandwich im «Le Muh» im Swissôtel in Oerlikon.

Alles aus Holz – «Wie de Blitz»

Nichts wie rein in die Schreinerei. Natürlich auch, weil es Interessantes zu sehen geben wird. Aber auch: Ein geschlossener Raum, herrliche Kühle an einem dieser brütend-heissen Sommerabend. Gastgeber dieses 48. Gewerbeapéros war Orlando Grob mit seiner Firma «Wie de Blitz».

 

Den Ort kannten sicher viele: Zuerst waren an der Sihlwaldstrasse 10 Stocker & Benz beheimatet, dann «Schtöge» alleine. Vor zwei Jahren übernahm dann Orlando Grob den Betrieb. Bei der Firmenbezeichnung hielt er sich an die Familientradtion: Unter dem Namen «Wie de Blitz» hatte sein Vater 1995 in Thalwil einen Garagenbetrieb eröffnet, der der dann später verpachtet wurde.

Den Sohn zog es aber schon früh zum Holz. Als Schreinerlehrling holte er sich Erfahrung in den Bereichen Bau und Fenster, anschliessend erweiterte er seine Kenntnisse mit weiteren drei Lehrjahren als Möbelschreiner. Orlando Grob: «Ich war dann mehrere Jahre im Fassadenbau tätig und in Schreinerbetrieben in Luzern und der Region. Hauptsächlich war ich im Einsatz auf Montage, im Service und bei Kunden. Mit der Umstellung vom Reissbrett auf die digitale Umsetzung der Pläne befasste ich mich intensiv während mehreren Semestern in Abendkursen und eignete mir umfassende Kenntnisse auf diesem Gebiet an.»

Die Hauptgebiete der Firma sind Renovationen und Reparaturen sowie die individuelle Anfertigung von Möbel und Schränken – ein Spiegelbild seiner umfassenden Ausbildung. Für die mehr als zwei Dutzend Besucherinnen und Besucher war es ein äusserst interessanter und lehrreicher Abend.

Von Langnau über Langnau nach Langnau

Ziel des Jahresausflugs war der Kanton Bern. Es wäre aber nicht der Gewerbeverein, wenn Strecke und Zielort nicht etwas Spezielles gehabt hätten: Man fuhr von Langnau am Albis über Langnau-Reiden nach Langnau im Emmental. Ereignisreich waren auch die Zwischenhalte.

 

Die drei Langnaus: Schon als Schulkind lernte man in «unserem» die Unterscheidungsmerkmale. Am Albis war jenes mit a.A., bei Reiden im Luzernischen das mit b.R., und das Emmentalische i.E.. Am ältesten sind die Berner. 1139 werden sie erstmals urkundlich erwähnt. 1397 waren wir dran, 1846 dann die Luzerner, als sie sich von Richenthal trennten und eine eigenständige Gemeinde wurden. Erwähnt als Ortsteil wurden sie allerdings schon Jahrhunderte früher, notabene als Besitz der Zürcher (!) Fraumünsterabtei. Heute gibt es allerdings nur noch zwei eigenständige Gemeinden Langnau, weil Langnau b.R. zusammen mit Richenthal und Reiden auf den 1. Januar 2006 zur Grossgemeinde Reiden fusionierte.

Glas Trösch: 5300 Mitarbeitende

Die Glas Trösch Holding AG oder Glas Trösch Gruppe ist eine Schweizer Unternehmensgruppe mit operativem Hauptsitz in Bützberg in der Gemeinde Thunstetten und das grösste glasherstellende und glasverarbeitende Familienunternehmen in Europa. Sie beschäftigt mehr als 5300 Mitarbeitende an 70 Standorten, hauptsächlich in Europa.

Dem Hauptsitz, an dem nicht nur verwaltet, sondern auch (viel) hergestellt wird, galt unser erster Halt. Als sich der Glasspezialist Johann Friedrich Trösch 1905 in Bützberg mit seiner photokeramischen Anstalt für Firmenschilder und Grabplatten aus Glas und Porzellan selbstständig machte, dachte wohl niemand, dass aus diesem Kleinbetrieb einmal ein führendes, international tätiges Glasunternehmen entstehen würde. Heute wird Glas Trösch in der 4. Generation von Erich Trösch geführt – mit Begeisterung für Glas, dem Willen zur Innovation und der Freude an der Gestaltung mit diesem faszinierenden, edlen Material.

Der berühmte Zytgloggeturn

Der zweite Halt galt unserer Bundeshauptstadt. Der mehrmals aufgestockte Wehrturm wurde als westlicher Abschluss der Hauptgasse des 1191 gegründeten Bern zwischen 1218 und 1220 erbaut. Mit jeder Stadterweiterung, die wegen der Lage der Berner Altstadt in der Aareschlaufe nur nach Westen erfolgen konnte, rückte der Turm mehr ins Stadtzentrum, verlor seine Funktion als Wehrturm und wurde danach anders genutzt. Vor dem grossen Stadtbrand 1405 diente er als Gefängnis. Danach wurde er als Uhrturm – Zytgloggeturm oder kurz Zytgloggegenannt – aus Berner Sandstein neu errichtet.

Nachdem verschiedene «Zitgloggenmacher» vergeblich versucht haben, das alte Uhrwerk von 1405 zu reparieren, erhielt der Waffenschlosser Kaspar Brunner, Mitglied der Zunftgesellschaft zu Schmieden und seit einem Jahr amtierender Zitgloggerichter, 1527 den Auftrag, ein neues Werk zu bauen.

Das Monumentaluhrwerk, das Brunner 1530 vollendete, setzt auch uns noch heute in Erstaunen. Seine Robustheit, die Bauweise und seine Ausmasse sind einmalig. Die Eckpfeiler des gotischen Gestellrahmens haben einen Abstand von 2,50 m in der Länge und 1,70 m in der Breite. Die Höhe der Pfeiler misst 2,16 m. Das ganze Uhrwerk bis zur Hemmung hat eine Höhe von 2,90 m. Alle Radteile sind geschmiedet, die Zähne einzeln eingesetzt und verkeilt oder verschraubt.

 

Von den Bären zum Bären

Wit wären keine echten Langnauerinnen und Langnauer, wenn wir Bären nicht gern hätten – der Langenberg lässt grüssen. Das «Bären»-Haus in Langnau im Emmental steht heute praktisch gleich da, wie man es aus den vergangenen rund 150 Jahren kennt. Der «Bären» beherbergte einst die Praxis des legendären Chirurgen und «Wunderdoktors» Micheli Schüppach, diente als Kulisse für Schweizer Heimatfilme und ist Stammlokal vieler Dorfvereine.

1432 ist er urkundliche erstmalserwähnt, als «Tafern», also als Taverne. 1597 dann nn das erste namentlich Vorkommen – der «Bären» als «obere Wirtschaft», im Gegensatz zur «niederen Wirtschaft», dem «Löwen». Gediegen konnten wir dort bei Salat, Berner Platte und «Märängge» den Tag ausklingen lassen.

Könnerinnen mit Pinsel und Stimme

Beim 47. Gewerbeapéro erhielt man Einblick in zwei ganz unterschiedliche Bereiche: Ruth Juon ist Sängerin mit Auftritten auch im Ausland, ihre Schwester Evi eine begnadete Illustratorin. Seit 1999 führen sie den Verlag «Vision of Paradise».

 

Vor einigen Jahren erhielten die beiden Gelegenheit, das Elternhaus im Rütibohl so zu erweitern, dass sie vor Ort ihren Berufen nachgehen können. Wohl kaum ein Mitglied des Gewerbevereins – es kamen rund drei Dutzend zur Information und zum gediegenen Apéro danach – hätte geahnt, dass sich im Dorf ein voll ausgerüstetes Tonstudio befindet. Dabei geht es um den Gesang von Ruth Juon, es entstanden und entstehen aber auch viele, viele Eigenkompositionen. Sie absolvierte am Konservatorium Zürich den Lehrgang Klassische Musik und bildete sich danach am Berkeley College of Music in Boston in den USA weiter. 5 CD's mit «Nur»-Liedern sind entstanden, so unter anderem mit dem weltbekannten Konzert- und Jazzpianisten Eugen Cicero.

Das «nur»» im Satz zuvor ist in keiner Weise abwertend. Extrem spannend sind die «Kombi-Pakete»: Selbst komponierte und gesungene Lieder von Ruth – und dazu die von Evi getexteten und gezeichneten Büchlein. Die Erstausbildung machte sie als Grafikerin, die Weiterbildung zur Visuellen Gestalterin an der Höheren Schule für Gestaltung in Zürich. Sie ist nicht einzig für die Büchlein bekannt, sondern hat auch schon für zahlreiche Buchprojekte Illustrationen realisiert.

Die Bilder aus den Eigenproduktionen sind ebenso als grossformatige Fine-Art-Prints erhältlich, dazu finden sich Biber, Seidenfoulars, Pantoffeln, Kunstkarten im Angebot ... und seit einiger Zeit läuft die Reihe «Artconcert» in der Galerie. Am letzten Mai-Wochenende kann man sich an der Langnauer Chilbi am Stand der Geschwister Juon informieren und natürlich auch Produkte kaufen.

Wenn Gewerbler (wieder) in die Schule gehen ...

 

Back to the roots: Die 87. Generalversammlung des Gewerbevereins fand in der Schule statt! Im Widmer-Anbau, der bald ein weiteres Stockwerk erhalten wird, durfte man Gastrecht im Saal im Untergeschoss geniessen.

 

«Haben die so Durst?», fragte Vorstandsmitglied Susi Winter, als die ersten Gäste sicherlich eine Viertelstunde vor dem offiziellen Beginn eintrafen. Aber nein doch: Pünktlichkeit ist bekanntlich die Höflichkeit der Könige! Und so hatte man auch Zeit, einander richtig zu begrüssen, weil das Gedränge noch nicht so gross war. Wie anders eine halbe Stunde später: Bei rund 80 Teilnehmern, wovon deren 32 Mitglied waren, blieb der Gruss vielfach ein Winken von Weitem. Wo es gelang: intensive Gespräche, Austausch von Neuigkeiten – und das alles bei einem feinen, von der Baufirma Tschopp gestifteten und von der Bäckerei Widmer gelieferten Apéro.

 

In Windeseile

Auf die Sekunde genau eröffnete Präsident Heinz Gresser um 19 Uhr die Generalversammlung. Man tat gut daran, aufzupassen: In Windeseile wurde Traktandum um Traktandum abgehakt. Bei der Rechnung gab es bei einem Minus von 200 Franken praktisch eine Punktlandung. Deshalb konnten auch die Mitgliederbeiträge auf gleicher Höhe behalten werden. Für 2015 wird bei praktisch gleichem Umsatz mit einem Defizit von 1750 Franken gerechnet, das aber dank eines soliden Eigenkapitals verkraftbar ist.

Per Ende letzten Jahres weist der Verein 136 Mitglieder auf (119 Aktive, 11 Passive, 5 Ehrenmitglieder, 1 Ehrenpräsident). Wie zufrieden die Mitglieder offenbar mit der Arbeit des Vorstandes sind, zeigte sich bei den Wahlen: Alle stellten sich wieder zur Verfügung und wurden ohne eine einzige Gegenstimme gewählt. Das Revisorenteam stellen neu Marcel Blum, Stefan Lutz und Marco Schönmann (Ersatz).

Heinz Gresser orientierte unter dem Punkt «Diverses» darüber, dass die nächste Gewerbeausstellung voraussichtlich erst 2019 stattfinden wird, also mit sieben und nicht fünf Jahren Abstand zur vorhergegangenen. Hauptgrund ist die enorme Belastung, die die Aussteller neben ihrer normalen Berufstätigkeit leisten müssen – was umso mehr für jene «Gewerbler» gilt, die auch noch im Organisationskomitee mitmachen.

Vorstandsmitglied Eugen Utzinger berichtete über seine Arbeit in den übergeordneten Gremien, Ken Füglistaler über die Ereignisse in der Unternehmer-Vereinigung Bezirk Horgen, und Hans Rutschmann als Präsident des kantonale Verbandes wies auf die verschiedenen Wahlen und Abstimmungen in diesem Jahr hin, bei denen für das Gewerbe wichtige Weichenstellungen erfolgen.

 

Lokale Lierferanten

Selbst mit allen Informationen und Reden: In ziemlich genau einer Stunde war die 87. Generalversammlung Vergangenheit. Der gemütliche Teil: Salat und Fondue Chinoise von Karl Abegg, das Dessert von Yvonne Friederich – und vor allem schön viel Zeit. Die Letzten beschlossen den GV-Abend erst morgen, nicht heute ...

Das gemütliche Fest mit Gallus gallus gallus

Aufbruch ins neue Jahr – das heisst beim Gewerbeverein: Starthöck. Es würde nicht ganz der Wahrheit entsprechen, das vor dem gemütlichen Zusammensein jeweils ein 50-Kilometer-Marsch mit schwerem Gepäck und im Eilschritt zurückgelegt wird. Heuer ging es in dieser Beziehung sogar ganz gemütlich: Man traf sich direkt im «Löwen» im Unteralbis.

 

Der Marsch, das war für einmal also «nur» der Weg zum Versammlungsort und wieder zurück. Der Ehre halber muss gesagt sein: Es gibt solche, die ganz unten im Dorf wohnen. Für sie war der Weg zum «Löwen» natürlich eine Monsteretappe ...

Es ist nach wie vor das älteste und damit das geschichtsträchtigste Restaurant in Langnau. Als Folge der von Zwingli vorangetriebenen Reformation beriet die kantonale Synode im Jahre 1530 die Liste der Tavernenrechte im Kanton. Sie stellte damals fest, «dass überflüssige Schlaftrünke der Bürger an der Tagesordnung seien und neben den rechten (rechtlichen) Tavernen zu viele Winkelwirtschaften entstanden seien, so dass mancher Mann verarme, weil er hohe Trinkschulden habe und damit seine Familie in Armut verfalle. Sie schlug nun vor, die Zahl der Wirtschaften zu vermindern und mittelst einer Liste die berechtigten Wirte und die von alters hehr bestehenden Tavernen festzuhalten.» Für Langnau wurden sogar zwei Rechte ausgewiesen. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich um den «Hirschen» auf dem Albis und den «Löwen» handelt, bei dem archäologische Funde auf einen Bau ums Jahr 1525 hinweisen.

Soviel man mag

Der «Gallus gallus gallus» im Titel: Welcher merkwürdige Vogel versteckt sich dahinter? Es handelt sich tatsächlich um einen Vogel – den Hühnervogel, dem man auch gemeines Haushuhn sagen darf. Seit André Lesser die Pacht übernommen hat, gehören die Pouletflügeli à discrétion zu den Rennern auf der Karte. Kein Wunder, liessen sich die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls damit verwöhnen.

Den Auftakt hatte der vom Wirt gespendete Apéro gemacht, den Kaffee und den Schnaps nach dem Dessert übernahm der Gewerbeverein.

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