Eine Lastwagenkolonne bis nach Genf

250'000 Tonnen Abfall wurden letztes Jahr im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz in Zürich verbrannt. Ein Entsorgungsfahrzeug fasst 10 Tonnen – aneinandergereiht würde die Kolonne bis nach Genf reichen. Die Teilnehmer der Gewerbevereins-Betriebsbesichtigung erfuhren noch viel mehr spannende Fakten und Zahlen.

 

Die USA mag einmal Vorbild gewesen sein, im Umweltschutz garantiert nicht. Noch heute werden dort Haushalt- und Industrieabfälle achtlos auf Freiluftdeponien entsorgt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Ganz anders die Schweiz, und hier insbesondere Zürich als grösste Stadt. Zuerst war die Kehrichtverbrennungsanlage Josefstrasse. Ihre Lage mitten in der Stadt ergab Probleme, wegen fehlenden Platzes und dem Lärm und Geruch, der nun mal mit einer derartigen Anlage verbunden ist.

1969 wurde ihr im Norden Zürichs, auf dem Weg zum Flughafen, das Heizkraftwerk Hagenholz zur Seite gestellt, dann immer wieder auf die neusten Technologien umgerüstet, erweitert, so dass aus dem Geschwister schon längst der Vater geworden ist, zu dem sie aus (fast) der ganzen Welt anreisen, um zu schauen und zu begreifen, wie sich Abfallentsorgung ökologisch kompetent betreiben lässt. Fast: Aus den USA kam noch keine einzige Delegation …

Strom und Wärme

Hagenholz ist ein 24-Stunden-Betrieb. Das Wochenende nicht eingerechnet, karren die Entsorgungsfahrzeuge jeden Tag rund 1000 Tonnen Abfall in den riesigen Innenhof. Zum Vergleich: Die Jahresmenge der Kehrichtanlage Horgen, zu der Langnau gehört, wäre schon nach 60 Betriebstagen erreicht.

Was geht, wird im Hagenholz wiederverwertet, der Rest in einen rund 100 m langen Bunker gekippt. Von zwei riesigen Greiferarmen wird er immer wieder umgeschichtet, um die für die Verbrennung richtige Mischung zu erreichen. Nach rund drei Tagen geht es dann auf die letzte Reise, hinein in einen der beiden riesigen Öfen, in denen es bis zu 1600 Grad heiss wird. Daraus entsteht die zusätzliche Nutzung: Es werden jährlich 125'000 Megawattstunden Strom erzeugt; die Wärmeproduktion entspricht gar 420'000 Megawattstunden.

Der Fitnessparcours

Einmal durften die beiden Gruppen den Lift benutzen, sonst hiess es laufen, laufen, laufen. Die Wärme in einzelnen Anlageteilen tat ihr Übriges: Es haben alle sicherlich an die 10 Kilogramm abgenommen … . Man war sich am Ende aber völlig einig: Dieser Besuch hat sich mehr als nur gelohnt! Abgeschlossen wurde er mit einem Club-Sandwich im «Le Muh» im Swissôtel in Oerlikon.

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