Berichte 2016

Was etwas währt, wird hammergut

Ein verhaltener Beginn, aber ein sackstarker Abschluss: Das, in Kurzform, war «Langnau's Adventslicht» in seiner Ausgabe 2016. Darin integriert, ab 18.30 Uhr, war die neu gestaltete Sportlerehrung.

 

Gewiss: Als es offiziell um 17 Uhr los ging, tröpfelte es ein wenig vom Himmel herab. Dass etwa eine Stunde lang die Besucherinnen und Besucher auch eher tröpfchenweise aufmarschierten, mutete gleichwohl etwas seltsam an. Zu oft hatte der Anlass in den letzten Jahren bewiesen, dass er im Langnauer Jahreskalender ein «must» darstellt. Ein Sehen und Gesehen. Ein Ereignis. Ein würdiger Auftakt der Adventszeit.

Bewährtes – aber auch immer wieder Neues

Das anfängliche Er-Staunen erwies sich als unbegründet. Man kam einfach etwas später als auch schon. Dann begann sich aber die Dorfstrasse zu füllen, Gedränge herrschte an den Ständen, in den Ausstellungsräumen, im Festzelt des Gewerbevereins auf dem Dorfplatz. 26 Ausstellerinnen und Aussteller waren es heuer. Viele sind in verdankenswerter Weise schon seit Jahren dabei, trotzdem gibt es aber auch immer wieder Neues.

So präsentierte die Spinnerei in einer Scheune ein sehr gut besuchtes Kasperlitheater, aufgeführt vom gleichen Team der Theatergruppe, das sich in diesem Jahr auch an den drei Dorfmärkten ausgezeichnet hatte. Bei der «Panevolution» von Jörg Frei, am Anfang der Rütibohlstrasse, gab es Suppe, Wein und Musik unter freiem Himmel. «Advents- und Weihnachtsprodukte aus unserer Tagesstätte», Glühwein und alkoholfreier Punsch sowie Früchtebrot hiess es bei der «Tanne». Und nicht neu, aber viel, viel grösser war die TherapierBAR der Physiotherapie Therasport, neu auf dem Dorfplatz.

Viel Neues auch bei der Sportlerehrung. Einerseits steht die Auszeichnung unter dem Patronat der Sihlsports AG; sie sponsert zusammen mit dem Gewerbeverein auch die Preise. Anderseits wurden die besten Langnauer Sportlerinnen und Sportler von Gemeindepräsident Peter Herzog, auch künftig, nach Kategorien geehrt: Einzel, Team, Trainer, Newcomer, Special und Lifetime.

Die Bankwerker der Region

1000 Genossenschafter, gut 1000 Millionen Franken Bilanzsumme: Die Bank Thalwil, mit ihren vier Zweigstellen und dem Thalwiler Hauptsitz. Entstanden ist sie vor 175 Jahren, als «Zinstragende Ersparungskasse der Zunft Thalweil». Ihr galt das Interesse von über 30 Mitgliedern am 51. Gewerbeapéro.

 

Langnau ist unserem Gewerbeverein natürlich wichtig. Und Roger Gertiser als Leiter der Zweigstelle Langnau seit nunmehr 29 Jahren ohnehin lieb. Allein: In den Räumlichkeiten an der Neuen Dorfstrasse 20, die 2009 frisch erbaut bezogen wurden, hätten gar nicht alle Platz gefunden. So traf man sich in Thalwil, im Hauptsitz und in der Zweigstelle.

Die Bank sagt über sich selbst: «Wir setzen alles daran, im Dienste von Genossenschaftsmitgliedern und Kunden eine solide finanzielle Basis für die Zukunft zu schaffen. Dies bedingt eine längerfristige Geschäftspolitik, die überdurchschnittliche Geschäftsergebnisse sichert und dadurch ein nachhaltiges Wachstum ermöglicht. So geben wir unseren Kunden die Gewissheit, dass unsere Bank auch morgen noch für sie da sein wird.»

Dazu passt auch die aktuelle Werbeaffiche: Analog zum Handwerker nennt man sich Bankwerker. Nicht abheben mit englischen, unverständlichen Imponierfloskeln. Sondern nahe beim Kunden sein. Seine Nöte kennen. Mit der Region vertraut sein. Ein Nein bei einem Kreditgesuch gehört vielleicht auch einmal dazu, aber meist ist es ein Ja. Weil man nicht irrwitzigen, spekulativen Projekten Hand bietet, sondern dem, was allen gut tut: dem Kunden oder der Kundin, der Bank, der Region.

In drei Gruppen wurden die Teilnehmer durch verschiedene Abteilungen geführt; insgesamt hat die Bank 45 Mitarbeitende. Wenn mal etwas ratterte wie in einem klassischen Handwerksbetrieb, war es höchstens die Geldausgabe des Bankomaten, den man für einmal auch von innen bestaunen konnte. Die Resultate klugen Bank-Handelns sieht man ohnehin meist verzögert: Wenn der Kredit ein neues Geschäft, eine Immobilie ermöglicht.

Zum Abschluss des Abends wurde ein «Apéro riche» im nahe gelegenen Hotel Sedartis offeriert, mit wunderbarem Blick auf den nächtlichen Zürichsee. Herzlichen Dank der Bank!

Sonntag, Sonne und ein Superbrunch

Kaum gestartet, schon kam es zur (gelungenen) Kooperation: Letztes Jahr hatte der Handwerker- und Gewerbeverein Adliswil erstmals seinen Sommerbrunch durchgeführt. Dieses Mal schon zusammen mit dem Gewerbeverein Langnau. Schauplatz an diesem (endlich) heissen Sommer-Sonntag-Mittag war der Garten des ehemaligen Restaurants Gontenbach, gleich neben der Gemeindegrenze zu Adliswil.

 

Leise hört man ihn sogar plätschern, und unzählige Schulklkassen beider Gemeinden werden an ihm entlang gegangen sein, wenn es darum ging, die Gemeindegrenzen abzuschreiten: der Gontenbach. Wobei: Eigentlich heisst er ja gar nicht so. Offiziell ist es der Waldibach. Er entspringt weit oben an den Albis-Abhängen, durchquert das Langnauer und Adliswiler Waldi-Quartier und stürzt oder tröpfelt, je nach Wetterlage, unweit des Restaurants in die Sihl.

Einen lauschigeren Ort für einen Sommerbrunch kann man sich kaum vorstellen. Zwar war es drückend heiss, aber die vielen Bäume spendeten gnädig Schatten. Die Mitglieder der beiden Vereine kreuzten den auch zu Dutzenden auf, einige mit Kindern, und da und dort wieselte einem ein Hund um die Beine.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen ist traditionell sehr gut. Aber kaum einmal hat man derart ausführlich Gelegenheit, sich über geschäftliche, branchenspezifische oder private Neuigkeiten auszutauschen. Die beiden Präsidenten Carmine del Cotto (Adliswil) und Heinz Gresser liessen es denn auch wohlüberlegt bei kurzen Begrüssungsworten bewenden; der Sinn dieses Sonntags war ein anderer.

Die frischen Brote kamen von Beck Peter aus Adliswil, die Fleisch-Käseplatten von K. Abegg Metzgerei-Delikatessen aus Langnau, das Team Wälti aus Langnau bereitete Crêpes frisch zu, und es mangelte auch nicht an Lachs, diversen Eier-Gerichten, Saft, Kaffee und einem Begrüssungscüpli.

Obwohl in Langnau, war man gleichwohl mit Adliswil verbunden. Das Restaurant ist seit einigen Jahren im Besitz des Adliswilers Ken Füglistaler, seines Zeichens Präsident der Unternehmer-Vereinigung des Bezirks Horgen. Es wird nicht mehr permanent als Restaurant genutzt, kann aber für Feste gemietet werden. Auf dem Areal befindet sich mit der Nostalgie-Oase (in zwei umgebauten Bauwagen) eine Lokalität, die von Dienstag bis Sonntag offfen ist.

Erste Hilfe mit professioneller Hilfe

Eines gesteht Luitgard Holzleg, Doktorin der Medizin, selber ein: «Healthy And Safe Away From Home› würde ich meine Firma heute nicht mehr nennen. Zu kompliziert» für ein Unternehmen, das in der ganzen Schweiz, zu 95 Prozent auf Englisch, Kurse in Erster Hilfe anbietet. Dieser Gewerbeapéro, im Zelt auf dem Dorfplatz, war der 50. in der Geschichte des Vereins.

 

Lange Jahre hat Luitgard Holzleg in den USA und in Südafrika gearbeitet, auch einmal in Indien. Als die Schweiz zum festen Wohnsitz wurde, kam die Idee auf, in einer nicht-englischen Umgebung Erste-Hilfe-Kurse auf englisch anzubieten. Gegründet 2006, hat sich die Firma zum Erfolgsmodell entwickelt. Die Anfragen kommen aus der ganzen Schweiz, viele von Firmen und Schulen, das Angebot richtet sich aber auch an Privatpersonen.

Wichtige Sofortmassnahmen

Unter Erster Hilfe versteht man Massnahmen, um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen weiterer, professioneller Hilfe (zum Beispiel Rettungsdienst) abzuwenden oder zu mildern. Dazu gehören insbesondere das Absetzen eines Notrufs, die Absicherung der Unfallstelle und die Betreuung der Verletzten.

Wichtig für Schweizerinnen und Schweizer: Während bei uns die Notruf-Telefonnummer 144 gilt, ist es in Europa einheitlich die 112.

Die Liste möglicher Notfälle ist ellenlang; an diesem Abend konzentrierte sich Luitgard Holzleg primär auf den Herzstillstand. Steht der «Motor» eines Menschen still, ist Eile geboten. Schon nach kurzer Zeit wird das Hirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, es drohen irreparable Schäden. Durch kräftiges, regelmässiges Drücken auf den Brustkorb kann Zeit gewonnen werden – bis ein Defribillator oder professionelle Hilfe eingetroffen ist.

Eine lange Tradition

Der Anlass war der 50. Apéro in der Geschichte des Gewerbevereins. Der 25. konnte von Präsident Heinz Gresser auf das Jahr 2004 verortet werden. Bei gleicher Kadenz müsste der erste Apéro also plus/minus 1991 stattgefunden haben – womit wir bei 50. Apéros in 25 Jahren wären.

Steine, Sonne und die Sempacher Schlacht

Man muss sich das vorstellen: Nachdem uns Menschen in den letzten Wochen langsam Schwimmhäute wuchsen, SCHWITZTEN die Teilnehmer am Jahresausflug des Gewerbevereins fast fürchterlich. Zielkanton war Luzern, mit der Naturstein verarbeitenden Stecher AG am Morgen, dem Bourbaki-Panorama sowie dem Löwendenkmal am Nachmittag und dem ehemaligen Schlachtfeld von Sempach gegen Abend.

 

Aller Anfang ist schwer: Um zum Steinbruch der Stecher AG zu gelangen, mussten zuerst doch etliche Höhenmeter überwunden werden. Wie sich bei der Weiterfahrt ins Werk herausstellte, war die Strasse nicht nur schmal geworden, sondern auch ungeeignet für Wendemanöver. Für einen Fankhauser-Reisecar-Chauffeur kein Problem.

Seit 60 Jahren bürgt der Namen Stecher – heute in der dritten Generation – für höchste Qualität in der Natursteinverarbeitung und verbindet das traditionelle Handwerk mit modernster Technologie und Leidenschaft für Steine. 1944 realisierte der aus dem Bündnerland stammende Emilio Stecher seine Vision: als gelernter Steinmetz selbständig zu werden. Er nutzte die Gelegenheit, in Luzern das Steinhauergeschäft J.W. Füllemann, welches mit Nachfolgeproblemen kämpfte, zu erwerben. Mit dem Kauf verbunden war ein Vertrag für Abbaurechte im Steinbruch Wiesweid am Rooterberg, der dann 1964 käuflich erworben wurde. Heute befinden sich Sitz der AG und das Verarbeitungszentrum in Root.

Ob das Rohmaterial aus dem Rooterberg oder von irgendwo her kommt, die Firma Stecher achtet darauf, dass die Natur nicht zu Schaden kommt. Ein Rundgang durch die Produktionsanlagen, Lager- und Ausstellungsräume des Unternehmens bietet einen ausführlichen Einblick in die enorme Arbeit, die hinter wunderschönen Natursteinprodukten, wie Granitabdeckungen für Küchen, Lavabos, Duschtassen für Bäder, Cheminées, Ofenanlagen, Boden- und Wandbelägen für Innen und Aussen sowie Tischen und Säulen aus Marmor und Granit steckt. Technischer Höhepunkt ist das CNC-Wasserschneidesystem, welches mittels einem Wasserstrahl und einem Druck von 4130 bar Marmor und Granit bis zu einer Dicke von 12 cm schneidet.

Was als traditioneller Handwerksbetrieb begann, hat sich zu einem der schweizweit bedeutendsten Natursteinwerke mit 50 Mitarbeitenden entwickelt. Die aus der damaligen Einzelfirma entstandene AG wird heute als Familiengesellschaft in der dritten Generation durch Emilio Stecher III geführt. Seine Söhne Emilio IV und Elio sind bereits auch in der Firma tätig.

Auch Schweizer …

Die Stadt Luzern bewies das Klischee: Hot spot für Touristen vor allem aus dem asiatischen Raum. Nach dem Mittagessen nahe der Reuss gings hinauf zum Löwenplatz mit dem Bourbaki-Panorama und dem Löwendenkmal (1821 eingeweiht). Als Anklage gegen den Krieg wurde das Panorama 1881 in nur vier Monaten gemalt, unter anderen auch von Ferdinand Hodler. Es ist 112 Meter lang und 10 Meter hoch. Es erinnert an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, gegen dessen Ende die 87'000 Mann starke Ostarmee in aussichtsloser Lage bei Les Verrières im Jura über die Schweizer Grenze gehen konnte.

Auch wenn mittlerweile unbestritten ist, dass die Geschichte mit Winkelried und den Speeren, in die er sich wirft, eine Legende ist: Die Schlacht von Sempach am 9. Juni im Jahre 1386 ist historisch die am schlechtesten dokumentierte der «Schweizer» Schlachten. Klar ist aber: Die Habsburger bekamen ziemlich aufs Dach.

Das Krokodil auf dem Dorfplatz

Theatergruppe, turbine theater und Chasperli: Das war schon letztes Jahr ein erfolgreiches Trio. Diese Zusammenarbeit am Dorfmärt wird fortgesetzt: Unterstützt vom Gewerbeverein, wurde am 7. Mai zur Freude der an die 80 Kinder «De Pfnüsi und siis Krokodil» gespielt.

 

Chasperli: Das ist in der Schweiz gleichbedeutend mit Jörg Schneider. Der letztes Jahr verstorbene Schauspieler verfasste zwischen 1967 und 1976 nicht weniger als 41 Hörspielfassungen mit Chasperlis Abenteuern. Sie verkauften sich bisher rund drei Millionen Mal. Viele davon nahm er mit Ines Torelli und Paul Bühlmann auf. Die Rechte liegen heute beim Zürcher Tudor-Verlag, der sie den Langnauern für eine ermässigte Gebühr zur Verfügung stellte.

Theatergruppe und turbine theater: Es braucht beide, bis es zur Aufführung kommen kann. Dabei ist man froh, dass man auf die grosse schauspielerische Erfahrung von Peter Niklaus Steiner zurückgreifen kann. Man hat oft den Eindruck, dass der gestandene Mime mit unbändiger Lust in die verschiedenen Rollen schlüpft. Das Theater-Bühnchen stammt vom turbine theater, die Figuren werden von Barbara Abbt-Landolt hergestellt und kostümiert.

Immer noch für die Kinder

Gut gegen Böse: der ewige Kampf in den Chasperli-Stücken. Böse war nicht etwa das Krokodil, denn es heisst eigentlich Theophil und war wie sein Bruder vom Wassergeist verwandelt worden. Aber Chasperli wäre nicht Chasperli, hätte er dem Geist nicht den Zauberspruch zur wieder Mensch Werdung abgoldfischen können.

Nach langen Jahren hat der Gewerbeverein entschieden, nicht mehr mit einem Chlaus am 6. Dezember auf dem Dorfplatz aufzutreten, sondern die Chasperli-Aufführungen an den drei Dorfmärkten zu unterstützen. Weitere Daten sind der 2. Juli und der 1. Oktober.

Die Gewerbler Gast in der «Tanne»

Dieses Jahr fand die Generalversammlung an einem Lieblingsort der Langnauerinnen und Langnauer statt: Die «Tanne» geniesst breiteste Unterstützung in der lokalen Bevölkerung. Da keine Wahlen und keine Ehrungen anstanden und auch die Rechnung mit einem leichten Überschuss brillierte, war die Versammlung eine kurze Angelegenheit.

 

Die «Tanne» gibt es seit 1970, in Langnau seit 1990. Dank einer grosszügigen Landschenkung konnte, Blickrichtung katholische Kirche, ein für die damaligen Verhltänisse grosszügiger Neubau erstellt werden. Die Zeiten ändern sich und die Dinge mit ihnen. Wie Geschäftsleiter Mirko Baur in seinem Kurzreferat erläuterte, wird man beim anstehenden Neu- und Umbau «noch mehr auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten eingehen können».

Die «Tanne» ist das Deutschschweizer Kompetenzzentrum für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Hörsehbehinderung und verwandter mehrfacher (Sinnes-)Behinderung. Im Zentrum steht die Wahrnehmungs- und Kommunikationsförderung. Grundlage dafür schaffen vertrauensvolle professionelle Beziehungen.

Sie ist die einzige ihrer Art in der ganzen Schweiz und gehört auch in Europa zu den führenden Institutionen. Rund 170 Personen (110 Vollzeitstellen) betreuen 24 Kinder und 41 Erwachsene, vom Kleinkind bis zum Senior. Der jährliche Aufwand beträgt rund 13,5 Millionen Franken. Für Neu- und Umbau werden zurzeit 36,5 Millionen Franken veranschlagt. Auch hier ist man noch dringend auf Spenden angewiesen. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein.

Gewerbeausstellung in drei Jahren

Mit 67 Teilnehmern, wovon 37 Mitgliedern, war die Generalversammlung sehr gut besucht. Der Apéro wurde von der Schreinerei Schönmann übernommen, die Häppchen dazu stammten aus der Küche von «Ofelyam» an der Sihltalstrasse.

Die Rechnung schloss mit einem kleinen Gewinn von rund 1000 Franken ab; daher konnte bei gleichen Beiträgen auch ein ausgeglichenes Budget fürs 2016 präsentiert werden. Da, so Präsident Heinz Gresser, allerorten der 6. Dezember gefeiert wird, verzichtet man nach Jahrzehnten auf einen eigenen Gewerbevereins-Chlaus; stattdessen werden die Chasperli-Aufführungen an den drei Dorfmärkten finanziell unterstützt. Die Mitgliederzahl hat sich erhöht, stehen doch drei Austritten sieben Neuzugänge gegenüber. Bereits befasst man sich mit der nächsten Gewerbeausstellung, die 2019 stattfindet. Beat Ritschard informierte über die vielfältigen Aktivitäten der Standortförderung Bezirk Zimmerberg.

Nach den harten Facts ging es mit dem gemütlichen Teil weiter. Nach einem Salat konnte man sich an einem reichhaltigen Pasta-Buffet delektieren, vorbereitet von der Crew des Restaurants «Albis». Die feinen Fruchtjoghurt-Schnitten wurden von der Bäckerei Widmer zubereitet.

Naef und Naef: Der Boden zieht

Für eine einzelne Firma war es ein Rekord: An die 60 Personen kamen an den 49. Gewerbeapéro. Gastgeber waren Peter Naef und sein Sohn Reto mit ihren Boden(-Beläge)-Firmen in ihrem neuen Domizil an der Schützenstrasse 7 in Thalwil.

 

Erst einmal in der jüngeren Geschichte des Gewerbevereins kam es zu einem derartigen Zustrom: Im April vor zwei Jahren waren es fast gleich viel Interessierte gewesen – an diesem 44. Apéro waren aber drei Firmen beteiligt gewesen.

Dass Peter Naef zu den Langnauer Gewerbe-Urgesteinen gehört, zeigt sich daran, dass er 2016 nicht weniger als 40 Jahre Selbständigkeit feiern kann. Viele Jahre war er allein tätig. Die Zufriedenheit der Kundschaft zeigt sich auch daran, dass er schliesslich gebeten wurde, einen Lehrling auszubilden; einige Jahre später musste ein weiterer Bodenprofi verpflichtet werden, um der Arbeit Herr zu werden.

Mittlerweile sind es zwei Inhaber und fünf Angestellte. Zwei Inhaber? Auch Sohn Reto trat ins Geschäft des Vaters ein. Zum Glück nahm das Auftragsvolumen immer mehr zu – und damit natürlich auch die Administration und die Organisation. So entschied man sich zur Gründung einer AG, der Naef Böden AG. Um den «juristischen Aufwand» möglichst klein zu halten, verblieb Peter Naef als einziger in der alten Firma.

Für den Kunden ist die Struktur ohne Bedeutung. Man benutzt das gleiche Domizil, hat die gleichen Angebote und hilft sich selbstverständlich auch gegenseitig aus.

Im Showroom oder vor Ort

Das Angebot umfasst das Verlegen von Parkett, Teppich, Linoleum, Novillon, PVC und Kork. Dazu kommt das Auffrischen bestehender Parkett- und Bodenbeläge sowie die Koordination von Haus-, Wohnungs- und Geschäfts-Renovationen. Gerne berät man auch im Ausstellungsraum in Thalwil oder beim Kunden vor Ort.

Braucht es Spezialisten aus anderen Berufsgattungen, vermitteln die Firmen gerne Handwerker aus der Region. Selbstverständlich demontiert und montiert man Möbel und entsorgt alten Beläge.

Volltreffer bei Kurt im Schützenhaus

Normalerweise knallt's. Und 300 Meter entfernt ein Volltreffer auf die Scheibe. Für den Gewerbeverein war's beim Starthöck am 20. Januar ein Volltreffer ganz anderer Art: Wirt Kurt Erny zelebrierte in der Schützenstube ein Menu feinster Art.

 

Nur zu gerne vergisst man sie, die Schützenstube. Dabei wird an diesem Standort, dem Neuguet, seit 1913 geschossen. Im April 1982 konnte eine neue Schiessanlage, in der es erstmals auch eine heimelige Schützenstube gab, getestet werden. Den ersten Ansturm erlebte sie am 4./5. September 1982, als 53 Schützinnen und 232 Schützen am Gemeindeschiessen teilnahmen. Das offizielle Einweihungsschiessen wurde am Wochenende vom 29. April bis 1. Mai 1983 durchgeführt.

Lange Jahre war Rolf Minder umsichtiger Wirt, letztes Jahr trat Kurt Erny mit seinem Team die Nachfolge an. Die Schützenstube kann für Geburtstagsfeste, Hochzeitsapéro oder -essen, Firmen-, Vereins- oder Verbandssitzungen und vieles mehr gebucht werden. Bis zu 50 Personen finden Platz. Einmal im Monat findet ein Jasshöck statt. Während des Schiessbetriebs ist die Schützenstube für alle Passanten geöffnet. An diesen Samstagen wird jeweils ein preiswertes Mittags-Menü angeboten.

Was lange währt …

Fast 40 Mitglieder fanden den Weg das Dorf hinaus. Schon vor dem Schiesstand kündete ein «Smoker» vom feinen Essen. Die klassischen «Smoker» bestehen meist aus runden, dickwandigen (in Materialstärken zwischen 5 und 10 mm) Stahlrohren im Durchmesser von 40 bis 60 cm. Anders als beim Grillen liegen die Speisen nicht direkt über der Glut oder dem Feuer. Die «Smoker» entwickelten sich aus der Technik, Fleisch über mehrere Stunden bei niedriger Temperatur in einer mit Glut beheizten Erdgrube zuzubereiten.

Der Salat wurde natürlich nicht heiss serviert. Dann aber gab es sechs Stunden gegarte Spare Ribs, Tranchen vom Kalbssteak an Morchelsauce, Baked Potatoes, Gemüse, Nudeln, Dessert … War da noch was? Satt, mehr als satt wurden auf jeden Fall alle.

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24. November

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