Das Stelldichein für den Gemeinderat
Es hat Tradition: Knapp einen Monat vor den Wahlen präsentierten sich die beiden Kandidatinnen und die sechs Kandidaten für den Gemeinderat. Das Talk-Forum im Schwerzi-Saal wurde vom Gewerbeverein und dem «turbinetheater» organisiert. Moderator war Peter Niklaus Steiner.
Die Ausgangslage ist spannend: Aus der siebenköpfigen Exekutive treten gleich drei zurück. Rolf Schatz, Virgil Keller und Beat Husi kommen zusammen auf 36 «Regierungsjahre». Gemeindepräsident Reto Grau hofft darauf, «dass die ausserordentlich gute Zusammenarbeit erhalten bleibt», wer immer gewählt wird.
Wahltag ist der 8. März. Sollten sich an diesem Tag nicht deren sieben finden, ist der zweite Wahlgang auf den 14. Juni angesetzt. Die längere Pause rührt daher, dass dies ein Abstimmungstermin des Bundes ist. So spart man sich die erheblichen Kosten, wenn ein Wahlgang «nur» für einen zweiten Gemeinderats-Wahlgang stattfände.
Wer springt über die Klinge?
Sieben Sitze, acht Personen: Eine oder einer wird seine Hoffnungen enttäuscht sehen. Schlecht vorstellbar ist, dass Reto Grau (FDP) als Gemeindepräsident oder Claudia Lauber (FDP) als Präsidentin der Schulpflege es nicht schaffen: Ihre Positionen werden nicht herausgefordert.
Für den Gewerbeverein ist wichtig, dass seine Positionen in der Exekutive vertreten sind. Drei seiner Mitglieder sind unter den «Probables». Patrick Grassler (SVP) kann auf bereits acht Jahre im Amt verweisen. Raphael Meyer (Die Mitte) hat seine Sporen als umsichtiger Präsident der RPK abverdient. Und Diego Staub (parteilos) vom Sihlsports-Center sind Wirtschaft, Sport und Vereine ein grosses Anliegen.